Vierpassartiger Schmuck-Anhänger mit Fabelwesen von einem Pferdegeschirr 

Datierung :
  • 1150-1199  [Hergestellt]
Ortsbezüge (Werk):
Objekttyp: Zierscheibe
Weitere Angaben zum Werk: Kupferlegierung, Vergoldung, Treibarbeit [Material/Technik]
Höhe: 11,4 cm, Breite: 8,9 cm [Maße]
Literatur:
  • Haussherr, Reiner; Väterlein, Christian, 1977: Die Zeit der Staufer Geschichte, Kunst, Kultur; Katalog der Ausstellung, Stuttgart [Altes Schloß Schillerplatz 6 und Kunstgebäude Schloßplatz 4, 26. März - 5. Juni] 1977; [die Ausstellung wird veranstaltet aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Landes Baden-Wür, Stuttgart, S. 219f Abb. 143 Nr. 270
  • Marx, Petra, 2022: Barbarossa die Kunst der Herrschaft, Petersberg, S. 228 Abb. Kat.Nr. 119 b Nr. 119 b
  • Kohlhausen, Heinrich, 1959: Das Paar vom Bussen, Berlin, S. 29–48
Kurzbeschreibung: Der vergoldete, vierpassartige Schmuck-Anhänger ist durchbrochen gearbeitet und zeigt geflügelte, langhalsige Fabelwesen. Auf dem Flügel des Tieres in der Mitte ist eine bärtige Maske dargestellt, ebenso an der oben mit einer Scheibe verdeckten Öse. Die Motivik legt nahe, dass dem Anhänger eine Unheil abwehrende Wirkung zugeschrieben wurde. Für einen Ritter der Stauferzeit war das Pferd Kriegs- und Repräsentationswerkzeug zugleich. Vieles deutet daraufhin, dass bei höfischen Turnieren – im 12. Jahrhundert in erster Linie militärische Übungen – dieselbe Ausrüstung wie im Kampf verwendet wurde. Die imposante Erscheinung eines Ritters auf reich geschmücktem Schlachtross wird auch Teil einer psychologischen Kriegsführung im Kampfeinsatz gewesen sein. [Judith Thomann]
Quelle/Sammlung: Archäologie
Frühes Mittelalter
Identifikatoren/​Sonstige Nummern: WLM 1951-1
Weiter im Partnersystem: https://bawue.museum-digital.de/object/112141

Ortsbezüge:
Schlagwörter: Kunsthandwerk, Mittelalter, Waffe, Tier
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