Vergoldete Bruderschaftsmedaille der Heilig-Blut-Bruderschaft Weingarten, 18. Jahrhundert 

Datierung :
  • 18. Jahrhundert  [Hergestellt]
Autor/Urheber:
  • Hamerani
Beteiligte (Werk):
  • Johannes der Täufer [Wurde abgebildet]
  • Maria (Mutter Jesu) [Wurde abgebildet]
  • Jesus Christus (4 v. Chr.-30 n. Chr.) [Wurde abgebildet]
  • Heiliger Longinus [Wurde abgebildet]
Ortsbezüge (Werk):
Objekttyp: Medaille
Weitere Angaben zum Werk: Messing, vergoldet [Material/Technik]
Höhe: 27 mm, Breite: 29 mm, Gewicht: 7,82 g [Maße]
Literatur: Klein, Ulrich, 1994: Die Münzen und Medaillen des Klosters Weingarten., Sigmaringen; , Nr. 54/1
Ebner, Julius, 1912: Württembergische Münz- und Medaillen-Kunde, Bd. II. Heft 1 von Christian Binder. Neu bearb. von Julius Ebner. , Stuttgart, S. 90 Nr. 14
Kurzbeschreibung: Im Zuge der Weingartener Wallfahrt wurde eine Vielzahl von Medaillen herausgegeben. Durch die Heilig-Blut-Reliquie, welche Judith von Flandern, die Frau Herzogs Welfs IV. der Abtei im 11. Jahrhundert geschenkt hatte, wurde das Benediktinerkloster Weingarten das Ziel vieler Pilgerreisen.
Darüber hinaus bildete sich 1671 die „Heilig-Blut-Bruderschaft“. Mitglieder dieser Bruderschaft mussten ein bestimmtes Zeichen mit dem Bild des Heiligen Blutes tragen. Die hier abgebildete Medaille war eventuell, bevor sie zu einer Bruderschaftsmedaille wurde, schon vorher eine Weingartener Wallfahrtsmedaille. Die extra für die Bruderschaft gefertigten Prägungen erschienen zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Auf der Vorderseite ist das Heilig-Blut-Reliquiar abgebildet, das von einem Strahlenkranz umgeben ist. Darunter findet sich die Inschrift „ROMA“. Diese soll darauf hinweisen, dass die Bruderschaft von Rom, das heißt vom Papst, bestätigt wurde und die Prägung von den Stempelschneidern Hamerani gefertigt wurde, die auch für den Papst selbst arbeiteten.
Auf der Rückseite der Medaille befindet sich die Longinusszene, die den Ursprung des Kultes um das Blut Christi bildet. Longinus, der dem am Kreuz hängenden Jesus die Lanze in die Brust sticht, wird hier reitend dargestellt. Neben dem Kreuz stehen Johannes und Maria inmitten einer detailreich gestalteten Landschaft.
Die Erfassung dieser Medaille wurde durch den Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg gefördert.
[Vivien Schiefer]
Quelle/Sammlung: Münzkabinett
Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlungen
Identifikatoren/Sonstige Nummern: MK 1997-72
Weiter im Partnersystem: http://www.museum-digital.de/bawue/index.php?t=objekt&oges=11720

Ortsbezüge:
Personenbezüge:
  • Johannes der Täufer
  • Maria (Mutter Jesu)
  • Jesus Christus (4 v. Chr.-30 n. Chr.)
  • Heiliger Longinus
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