Paul Hartmann AG 

Inhalt: Ludwig von Hartmann übernahm 1818 die mechanische Baumwollspinnerei mit Bleiche der Firma Meebold & Co. in Heidenheim und erweiterte diese 1830 um eine weitere Spinnerei im nahe gelegenen Herbrechtingen. Bleiche und Spinnereien gingen 1843 an die Söhne Karl, Paul und Eduard über, die von nun an gemeinsam unter der Bezeichnung L. Hartmann & Söhne firmierten. Paul Hartmann erwarb 1867 die Scheckenbleiche in Heidenheim und gründete unter seinem Namen ein eigenes Unternehmen. Mit der Hilfe seiner Söhne Paul junior und Albert ließ er antiseptische Verbandstoffe, Verbandwatte und Wundverbände industriell herstellen. Der Mitarbeiterstamm der Verbandstofffabrik wuchs zwischen 1883 und 1893 von 25 auf 300 Arbeiter an, von denen rund ein Drittel in Heidenheim beschäftigt war. Die Produktion stieg in der Zeit zwischen 1875 und 1914 sprunghaft an. In den 1880er Jahren wurden Filialbetriebe in Pavia, Paris, Berlin, Frankfurt am Main, London, Barcelona, New York und Brüssel gegründet. Die Produktpalette erweiterte sich, die Herstellungsverfahren wurden perfektioniert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnete das Unternehmen Niederlassungen und Tochterfirmen in Düsseldorf, Valencia, Prag, Mailand, Rom, Sevilla und Innsbruck. Noch heute ist die Paul Hartmann AG mit Medizin- und Hygieneprodukten mit dem Slogan "Hartmann hilft heilen" weltweit tätig.
Erstellt (Anfang): 1818 (Gründung)
Objekttyp: Unternehmensprofile
Quelle/Sammlung: Der Bestand der Paul Hartmann AG im Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg (B 46) umfasst den Zeitraum von 1790 bis 2012.
Identifikatoren/Sonstige Nummern: B 46
Weiter im Partnersystem: https://wabw.uni-hohenheim.de/

Ortsbezüge:
Personenbezüge:
Schlagwörter: Hersteller von Medizin- und Hygieneprodukten
Sonstiges: Laufzeit (Bestand): 1790-2012
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