Württembergische Cattunmanufaktur AG 

Inhalt: Der Textilfabrikant Johann Heinrich Schüle aus Augsburg eröffnete 1766 eine Baumwolldruckerei am Heidenheimer Brenzsee. Als er nur zwei Jahre später in seine Heimatstadt zurückkehrte, kaufte Johann Christian Meebold aus Sulz am Neckar die Druckereianlagen und gründete das Unternehmen Meebold, Hartenstein & Companie, seit 1788 Meebold, Schüle & Companie. Nach Aufhebung der Kontinentalsperre im Jahr 1814 geriet die Firma in Absatzschwierigkeiten und wurde 1817 aufgelöst: Ludwig Hartmann kaufte einen Teil des Betriebs und begründete 1818 mit einer Baumwollspinnerei und Bleiche das Verbandstoffunternehmen Paul Hartmann. Die von Hartmann nicht übernommenen Anlagen erwarben 1823 die Brüder Johann Gottlieb und Christian Friedrich Meebold und errichteten darin eine Indiennefabrik. Nach Errichtung des Deutschen Zollvereins im Jahr 1834 wurde der Cattundruck in Heidenheim forciert und das Unternehmen mit modernen Maschinen ausgestattet. Um die Wende zum 20. Jahrhundert war die Württembergische Cattunmanufaktur der größte Arbeitgeber in Heidenheim. Ausgelöst durch die Textilkrise der 1960er Jahre wurde 1966 zunächst die Produktion und 1981 auch der Textilverkauf eingestellt.
Erstellt (Anfang): 1766 (Gründung)
Objekttyp: Unternehmensprofile
Quelle/Sammlung: Der Bestand der Württembergischen Cattunmanufaktur AG im Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg (B 45) umfasst den Zeitraum von 1856 bis 1961.
Identifikatoren/Sonstige Nummern: B 45
Weiter im Partnersystem: https://wabw.uni-hohenheim.de/

Ortsbezüge:
Personenbezüge:
Schlagwörter: Textildruckerei
Sonstiges: Laufzeit (Bestand): 1856-1961
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