Offenburg 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Gemeinde
Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.offenburg.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Offenburg
Einwohner: 57328
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 731.0
Max. Höhe ü. NN (m): 684.37
Min. Höhe ü. NN (m): 136.43
PLZ: 77652, 77654, 77656

Das 78,38 qkm große Gebiet der Großen Kreisstadt (1.4.1956) prägen fünf Naturräume. Von Westen die Offenburger Rheinebene mit ihren Niederterrassenresten sowie von Nordosten der Nördliche Talschwarzwald, der hier von der steil abfallenden Bruchstufe des Oberrheins geformt ist, und von Südosten der Mittlere Schwarzwald mit seinen Waldrücken auf Hauptbuntsandstein. Dazwischen schieben sich spornartig von Süden die Lahr-Emmendinger Vorberge und von Norden die Ortenau-Bühler-Vorberge, die für den Obst- und Weinbau intensiv genutzt werden. Die Kinzig, die sich im Osten tief in das Relief eingetalt hat, markiert im Nordwesten beim Übertritt nach Willstädt auf rd. 136 m NN den tiefsten Punkt des Geländes, das sich auf dem Brandeckkopf im Osten auf etwa 684 m NN erhebt. Der Landesentwicklungsplan weist das Oberzentrum dem Verdichtungsbereich mit Lahr und Kehl zu. Vor 1100 als Marktsiedlung angelegt, erhob Kaiser Friedrich II. um 1235 Offenburg zur Reichsstadt, die auch nach der Reformation katholisch blieb. 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört, fiel die Reichsstadt 1803 an Baden. Offenburg wurde Sitz eines Oberamts, das 1809 in ein Stadt- und Erstes Landamt, ab 1810 in ein Amt und ab 1819 erneut in ein Oberamt umgewidmet wurde. Die Stadt war 1847/49 ein Zentrum des badischen Volksaufstands und mehrfach der Schauplatz bedeutender Volksversammlungen. Offenburg erhielt 1864 ein Bezirksamt und 1939 den gleichnamigen Landkreis, aus dem 1973 der Ortenaukreis hervorging. 1971 wurden Bühl, Eigersweier, Fessenbach, Greisheim, Rammersweier, Waltersweier, Weier und Zell-Weierbach, 1973 Zunsweier sowie 1975 Bohlsbach und Windschläg eingemeindet.

Das große Stadtgebiet reicht aus der Rheinebene über die breite Lahr-Emmendinger (südlich der Kinzig) und die schmalere Ortenau-Bühler (nördlich des Flusses) Vorbergzone bis in das Grundgebirge des Talschwarzwalds. Die regulierte Kinzig fließt in einem Auenstreifen, der in ihren beim Austritt aus dem Schwarzwald aufgeschütteten Schwemmkegel eingetieft ist. Die Vorberge sind mit einer mächtigen Lößdecke verkleidet, die die Hänge verflacht und einen kaum merklichen Übergang zu den vorgelagerten Niederterrassenstücken schafft. Das darunter anstehende Gestein der Bruch-schollen kommt nur an wenigen Stellen zutage: neben kleinen Buntsandstein- und Muschelkalkvorkommen südwestlich Zunsweier der Buntsandstein des Bruderbergs. Von den sanften Hängen der Vorberge heben sich die steilen Flanken des Grundgebirges deutlich ab. Auf den Granitverwitterungsböden werden bis in Höhen von ca. 300 m Null-Niveau Reben gepflanzt. Im Brandeckkopf, mit 690 m Null-Niveau der höchsten Erhebung des Stadtgebiets, ist ein größerer Komplex permischen Deckenporphyrs freigelegt und erhalten.

Wappen von Offenburg

In Silber (Weiß) eine rote Burg mit geöffneten goldenen (gelben) Torflügeln, aufgezogenem schwarzen Fallgatter und einem beknauften spitzen Dach zwischen zwei Zinnentürmen.

Beschreibung Wappen

Die Anfang des 12. Jahrhunderts entstandene zähringische Marktsiedlung mit dem programmatischen Namen Offenburg (= offene Burg oder Stadt) gelangte 1218 an die Staufer und wurde von Kaiser Friedrich II. um 1235 zur Stadt erhoben. Rudolf von Habsburg zog die Stadt endgültig ans Reich. Bis 1803 war Offenburg Reichsstadt, wenn auch immer wieder verpfändet. Die Burg mit den geöffneten Torflügeln als „redendes" Bild erscheint schon im ersten, ab 1284 überlieferten Stadtsiegel. Erst im 18. Jahrhundert begegnet der Adler als Symbol der Zugehörigkeit zum Reich in Siegeln und Wappendarstellungen, entweder auf einem der Torflügel oder im vorderen Feld des gespaltenen Wappenschildes. Nach dem Anfall an Baden wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den Siegeln zeitweilig das badische Wappen allein oder in der vorderen Schildhälfte geführt. Die Tingierung des Wappens ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt und immer gleich geblieben.

GND-ID:
  • 4043367-5
Suche