Seelbach 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.seelbach-online.de
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Einwohner: 4945
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 166.0
Max. Höhe ü. NN (m): 610.77
Min. Höhe ü. NN (m): 194.98
PLZ: 77960

Im südlichen Ortenaukreis, unmittelbar östlich an die Stadt Lahr grenzend, gehört die Gemeinde mit ihren zwei 1971 und 1975 eingemeindeten Ortsteilen naturräumlich zum Mittleren Talschwarzwald. Das Gebiet westlich der Schutter, welche die Gemeinde von Süden nach Norden durchfließt, zählt zu den Lahrer Buntsandsteinbergen, während jenseits des Flusses der Ostrand des aus Graniten und Quarziten aufgebauten Rauhkasten-Höhenzugs erfasst wird. Dort wird an der äußersten Nordostgrenze mit 604 m über NN die Maximalhöhe erreicht. Nach Nordwesten, wo die Schutter die Gemeinde verlässt, fällt sie bis auf 196 m ab. In den breiten Talungen dominiert von Ackerflächen durchsetztes Dauergrünland, die Höhenzüge tragen weithin Wald. Historisch und als Ausflugsziel von besonderer Bedeutung ist die zum Wohnplatz Raukasten zählende, auf einem isolierten Porphyrstotzen vor dem Sturmbühl sitzende Ruine Hohengeroldseck. Der langgestreckte Hauptort, ein alter Marktflecken und seit 1969 staatlich anerkannter Luftkurort, liegt unterhalb der Ruine Lützelhard im Schuttertal. Beiderseits des alten Kerns um Franziskanerkloster, dem heutigen Rathaussitz, und der katholischen Kirche St. Nikolaus entstanden ausgedehnte, locker bebaute Wohngebiete, von denen das größere im Norden noch bis 2000 wuchs und zahlreiche Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen beherbergt. Das südlich wächst noch weiter. Dort wird in der Nähe des Freibades auch ein großer, bestens ausgestatteter Campingplatz unterhalten. Die ausgesprochen auf Fremdenverkehr ausgerichtete Gemeinde übernimmt mit ihrer guten Dienstleistungs- und Einkaufsinfrastruktur die Funktion eines Kleinzentrums. Haupterschließungsachsen sind die B415 ins Kinzigtal und die der Schutter folgende L102. 1819 an Baden gekommen, war der Hauptort von 1819 bis 1831 Sitz des Oberamtes Hohengeroldseck, kam dann zum Bezirksamt bzw. (1939) Landkreis Lahr und mit diesem 1973 an den Ortenaukreis.

Das Gemeindegebiet liegt in dem durch wechselnden Gesteinsaufbau geprägten Grenzbereich zwischen der Lahrer Buntsandsteinvorscholle und dem Grundgebirgsschwarzwald. Schuttertal und Litschental sind als Sohlentäler hier in den Buntsandstein eingetieft, teilweise bis in den unterlagernden Granit hinab. Ihre westblickenden Hänge tragen eine Lössdecke und werden bis in ca. 300 m Höhe landwirtschaftlich genutzt. Durch Verwerfungen abgesetzt, grenzen an den Buntsandstein im Оsten größere Deckenreste permischen Quarzporphyrs (Rebio, Kallenwald), an deren Rändern vielfach Sedimentgesteine des Unterrotliegenden erhalten sind. Auch der markante Kegel des Hohengeroldsecker Schlossbergs wird von einem Porphyrrest auf oberkarboner Unterlage gebildet.

Wappen von Seelbach

In Gold (Gelb) ein roter Balken, überdeckt mit einem Adler in verwechselten Farben.

Beschreibung Wappen

Nach Seelbach sind Schönberg (1971) und Wittelbach (1975) eingemeindet. Im neuen Wappen sollten historische Gemeinsamkeiten der Ortsteile zum Ausdruck kommen, was mit dem vom Generallandesarchiv entworfenen und vom Landratsamt Ortenaukreis am 10. März 1976 zusammen mit der Flagge verliehenen Wappen gelungen ist. Darin ist das Wappen der Herren von Geroldseck (roter Balken in Gold) mit dem der Herren von Dautenstein (roter Adler in Gold oder Blau) kombiniert. Schönberg und Seelbach gehören zum Kerngebiet der geroldseckischen Herrschaft. Die Burg Hohengeroldseck liegt auf Schönberger Gemarkung, über Seelbach hatten die Geroldsecker die Ortsherrschaft, in Wittelbach bedeutenden Grundbesitz. Die Herren von Dautenstein, ein im 15. Jahrhundert erloschenes Ministerialengeschlecht, hatten ihren Stammsitz in Dautenstein südlich von Seelbach und hielten damals ein Drittel der Ortsherrschaft von Wittelbach.