Dornhan - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0777 [ca. 777 (Корialüberlieferung 12. Jahrhundert)]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Stadt auf der Muschelkalkhochfläche zwischen Heimbach und Glatt. Dicht bebauter Stadtkern mit unregelmäßigem Grundriß. Daran nach Südwesten anschließend aufgelockerte Stadtanlage. Ausgedehnte Neubaugebiete im Norden, Nordwesten und Südwesten.
Historische Namensformen:
  • Turnheim 0777 [ca. 777 (Корialüberlieferung 12. Jahrhundert)]
  • Dorinheim 1099
Geschichte: Ca. 777 (Корialüberlieferung 12. Jahrhundert) Turnheim (?), 1099 Dorinheim, von Personenname oder Lagebezeichnung. Fund eines Steinplattengrabes beim Zigeunerwäldle. Schenkungen überliefert an Kloster Lorsch und ans Basler Domstift (1048). Aus gemeinsamem Besitz der Grafen von Zollern und Sulz und des Ruotmann von Hausen erhielt Alpirsbach umfangreiches Ausstattungsgut, auf dessen Grundlage der Abt die Niedergerichtsbarkeit ausüben konnte. Ein Hofgut im Besitz der Geroldsecker (aus der sulzischen Erbschaft) ging 1339 an das Kloster über. 1251 werden Vogteirechte über Dornhan als wartenbergische Lehen der Brandeck genannt und kamen wohl aus sulzischem Besitz. Der Alpirsbacher Klostervogt, der Herzog von Teck, umgab den schon sulzischen Markt mit einer Mauer und verlieh ihm das Stadtrecht von Oberndorf. Mit der Alpirsbacher Vogtei ging auch die Stadtherrschaft über Dornhan 1380 an Württemberg über. Nach der Säkularisation des Klosterbesitzes wurde Dornhan unmittelbar württembergisch und war bis 1807 Hauptort des Oberamt Dornhan. 1807 kam Dornhan zum Oberamt Sulz, 1808 zum Oberamt Alpirsbach, 1810 wieder zum Oberamt Sulz und 1938 zum Landkreis Horb.

Ersterwähnung: 1256
Kirche und Schule: Pfarrkirche Unserer Lieben Frau für die Orte Dornhan, Busenweiler, Betzweiler, Gundelshausen und die Parzellen der Dornhaner Mark, bis zum 16. Jahrhundert auch für Neunthausen und Niederdobel (siehe Sulz-Hopfau). Das Patronatsrecht wurde (als Gründungsausstattung?) dem Kloster Alpirsbach geschenkt und 1273 inkorporiert. 1256 erscheint ein Pleban in Dornhan, eine Leonhardskapelle vor der Stadt wurde 1476 erwähnt. Ursprünglich romanische Westturmanlage, spätgotisch (Chor, Langhaus) und barock (Langhaus), nach dem Brand 1718 erneuert. Evangelische Pfarrei, die Katholiken nach Hochmössingen. Heiligkreuzkirche von 1963.
Patrozinium: Leonhard
Ersterwähnung: 1476

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