Deißlingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0802

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Ausgedehntes Haufendorf beiderseits des Neckars. Auf der linken Talseite schließt sich an den oval angelegten Ortskern nach Südwesten ein gitterförmiges Straßenmuster an. Auf der rechten Talseite ebenfalls geschlossene Bebauung. Gewerbegebiet entlang der Bahnlinie. Neues Gewerbegebiet »Breite« am Südrand, ein weiteres neues Gewerbe- und Industriegebiet im Gewann »Mittelhardt« an der Kreuzung der В 27 mit der Autobahn. Schematisierte Siedlungserweiterung nach Südwesten und Nordwesten.
Historische Namensformen:
  • Tuselinga 0802
  • Tveselingen 1245
Geschichte: 802 Tuselinga, 1245 Tveselingen; von Personenname. Altsiedelort. Reihengrabfunde. Besitz in Deißlingen erhielt 802 das Kloster St. Gallen von Graf Berthold, 843 das Kloster Reichenau. Rechte, die die Zähringer am Ort hatten, gingen an die Grafen von Fürstenberg über. 1357 besaß Graf Hug von Fürstenberg Deißlingen als Reichenauer Lehen. Ein Teil des Ortes kam nach 1377 durch Heirat an die Grafen von Hohenzollern, die ihn 1407 wiederum an die Stadt Rottweil verkauften. Rottweil konnte 1429 einen weiteren Teil von Hans von Ow erwerben. Den restlichen Ort besaß 1694 die Rottweiler Bruderschaft, vertreten durch die Stadt, als Reichenauer bzw. bischöflich-konstanzisches Lehen. Deißlingen gehörte zum Bruderschaftsoberpflegamt der Stadt Rottweil. 1803 an Württemberg, Landoberamt Rottweil, 1806/08 Oberamt Rottweil.

Ersterwähnung: 1275
Kirche und Schule: 1275 erstmals eine Kirche erwähnt. Im 14. Jahrhundert entstand ein Kloster (Franziskanerinnen der 3. Regel), das im 30jährigen Krieg zerstört und danach wiederaufgebaut wurde. Die Kirche kaufte die Stadt Rottweil 1799 von dem Franziskanerkloster in Villingen. 1883 Kirche St. Laurentius errichtet, katholische Pfarrei. Die evangelische Pfarrei umfaßt Deißlingen, den Ortsteil Lauffen sowie von der Gemeinde Zimmern ob Rottweil den Ortsteil Wildenstein; der Ortsteil Bundesbahnhof Trossingen gehört zur evangelischen Pfarrei Trossingen (Landkreis Tuttlingen). Die evangelische Pauluskirche 1957/58 erbaut.
Patrozinium: St. Laurentius
Ersterwähnung: 1883

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