Villingen-Schwenningen 

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Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.villingen-schwenningen.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Villingen-Schwenningen
Einwohner: 80923
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 489.0
Max. Höhe ü. NN (m): 978.65
Min. Höhe ü. NN (m): 657.05
PLZ: 78048, 78050, 78052, 78054, 78056

Die aus den beiden 1972 vereinigten Kernstädten sowie neun zwischen 1971 und 1975 eingemeindeter Teilorte bestehende Stadt ist Kreissitz und die größte Kommune des Schwarzwald-Baar-Kreises. Sie erstreckt sich in dessen Zentrum vom Rand des Schwarzwaldes nahezu über die gesamte Baarhochmulde bis zur Liasfläche des Albvorlands. Im Westen, wo die Stadt auf die Buntsandsteinstufe reicht, steigen die Höhen bis rd. 930 m über NN an. Der tiefste Punkt liegt mit 658 m über NN im Neckartal an der Ostgrenze. Mit insgesamt rd. 228 ha stehen neben Hutewiesen (‚Tannhörnle‘) vor allem vermoorte Talbereiche (‚Plattenmoos‘, ‚Schwenninger Moos‘) sowie Keuper-Lias-Hänge (‚Müllhauser Halde‘) unter Naturschutz. Häufig besucht wird der Neckarursprung in dem auf der Europäischen Wasserscheide liegenden Schwenninger Moos. Die beiden ungleichen Kernstädte liegen heute noch baulich gut 2,5 km Luftlinie getrennt voneinander. Bis in jüngste Zeit vergrößerte sich das 1939 noch kleinere Villingen von seiner planmäßigen, weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Zähringer-Stadtanlage (Stadtgründung 1119) entlang der Brigach vor allem nach Nordwesten. Das aus einer ländlichen Siedlung hervorgegangene, mit der Uhrenindustrie gewaltig gewachsene Schwenningen (Stadterhebung 1907) wuchs dagegen eher nach Osten entlang des jungen Neckars. Seit dem Zusammenschluss fungiert die ‚Doppelstadt‘ als starkes Oberzentrum bis in die Kreise Rottweil und Tuttlingen hinein. Verwaltungs- und Gesundheitseinrichtungen, ein breites Einkaufsangebot sowie ein voll ausgebautes Schulwesen (allgemeinbildende und Berufsschulen) tragen hierzu ebenso bei wie der weite Kultursektor (Museen, Theater- und Konzerthaus). Seit 1974 ist es Standort mehrere Akademien und Fachhochschulen (z.B. Polizeifachhochschule). Zahlreiche Hightech-Unternehmen haben sich angesiedelt. Die Stadt liegt im Schnittpunkt der Schwarzwald- und Gäubahn und profitiert von der Verkehrsgunst im Kontaktbereich der B27 und B33 und der unmittelbaren Nähe zur A81. Der württembergische Ort Schramberg gehörte bis 1842 zum Oberamt Tuttlingen, dann bis 1972 zum Oberamt bzw. (1939) Landkreis Rottweil. Villingen fiel 1805 an Württemberg, 1806 an Baden, wo es 1807 Amtssitz, 1813 Sitz des Bezirksamts bzw. (1939) Landkreises Villingen wurde. 1973 kam die Doppelstadt zum Schwarzwald-Baar-Kreis.

Das ausgedehnte Stadtgebiet hat an drei naturräumlichen Einheiten Anteil: Im Westen erstrecken sich die überwiegend bewaldeten Randplatten des südöstlichen Schwarzwaldes. Die nach Оsten einfallende Buntsandsteinhochfläche ist durch zahlreiche Moore und vernäßte Stellen gekennzeichnet. Mit Ausnahme der Haupttäler Brigach und Kirnach, die sich bis in das Grundgebirge eingetieft haben, sind auf den Röttonen nur mäßig eingesenkte, muldenförmige Tälchen zu finden. Östlich der Linie Tannheim—Pfaffenweiler—VillingenObereschach beginnt mit einer im Unteren Muschelkalk ausgebildeten Landstufe die zweite naturräumliche Einheit, die Gäuplatten der Baar. Die schmalen, zum Teil aufgelösten Rücken westlich der Brigach fallen rasch zum breiten und feuchten Talboden des Flusses, einer Ausraumzone im salz- und gipshaltigen Mittleren Muschelkalk, ab. Östlich von Brigach und Steppach setzt ebenfalls mit einer Geländestufe der Hauptmuschelkalk ein, der stellenweise mit Lettenkeuper bedeckt ist. Im Bereich des Oberen Muschelkalks sind Karstformen hervorstechend, östlich des Neckars, der in einem Wasserscheidenmoor südlich Schwenningen entspringt und sich im Gipskeuper ein flachmuldiges Tal geschaffen hat, erhebt sich in einer etwa 100 m hohen bewaldeten Stufe das Keuper-Lias-Bergland, die dritte naturräumliche Einheit. Das ackerbaulich genutzte Stufendach ist im unteren Lias ausgebildet, der terrassierte Stufenhang in den Mergeln und Sandsteinen des Keupers. Östlich der Ortschaft Weigheim setzt in einer kleinen 30-40 m hohen Geländestufe der obere Lias ein.

Wappen von Villingen-Schwenningen

In von Silber (Weiß) und Blau gespaltenem Schild ein Wellenbalken in verwechselten Farben, im rechten oberen Feld ein linksgewendeter, golden (gelb) bewehrter roter Adler, im linken oberen Feld ein schwimmender silberner (weißer) Schwan mit goldenem (gelbem) Schnabel und goldener (gelber) Zunge.

GND-ID:
  • 4078913-5
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