Gosheim - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1295

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Die Gemarkung hat Anteil an den Albvorbergen und der Alb im Bereich des Großen Heubergs mit der höchsten, auf 1015 m Nullniveau aufragenden Erhebung der Schwäbischen Alb. Südöstlich Gosheim, das auf einer breiten, in den Schichten des oberen Braunjuras ausgebildeten Terrasse liegt, erhebt sich in einer bewaldeten Steilstufe die in Traufnähe flächig geformte Alb. Im Norden von Gosheim ist der Lemberg mit seiner Weißjura-Decke als Zeugenberg erhalten geblieben. In den wasserstauenden Schichten des oberen Braunen und des unteren Weißen Juras entspringen zahlreiche Bäche wie die Untere Bära, die von der Braunjura-Terrasse im Schichtfallen nach Оsten abfließt und in den Albkörper eindringt. Ursprünglich straßendorfartige Siedlung, die zu einem ausgedehnten, dicht bebauten Haufendorf erweitert wurde. Planmäßige Neubaugebiete im Norden und Nordosten. Gewerbegebiet im Osten.
Historische Namensformen:
  • Gossheim 1295
Geschichte: 1295 Gossheim, von Personenname Gozzo. Die Form des Ortsnamens und der 1355 beim Verkauf des Ortes an das Kloster Alpirsbach nachweisbare Besitz des Klosters Reichenau läßt den Schluß einer Gründung des Ortes im Frühmittelalter zu. Die Vogtei des Dorfes gehörte zur Burg Wehingen und kam mit dieser 1351 an Österreich. Güter der Grafen von Hohenberg gelangten 1344 an das Kloster Rottenmünster und von diesem 1387 an die Frauenkapelle in Rottweil. Die Herren von Falkenstein waren ebenfalls am Ort begütert. Österreich besaß alle Obrigkeit in dem zum Obervogteiamt Spaichingen gehörenden Gosheim bis zum Übergang an Württemberg 1805. 1806-1938 zum Oberamt Spaichingen, 1938 Landkreis Tuttlingen.

Ersterwähnung: 1514
Kirche und Schule: Ehemals Filialgemeinde von Wehingen mit eigener Kapelle, 1514 selbständige Pfarrei. Im gleichen Jahr wurde die Pfarrkirche St. Cyriakus geweiht. 1753 neu gebaut und 1842 erneuert. Hochaltar von 1856. Das Patronat stand dem Kloster Alpirsbach zu, nach dessen Reformation Württemberg, das es 1649 an das Kloster St. Blasien verkaufte. 1805 wieder württembergisch. Seit 1961 Pfarrkirche Heiligkreuz. Die Evangelische zur Kirchengemeinde Wehingen.
Patrozinium: St. Cyriakus
Ersterwähnung: 1514

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