Insel Mainau - Wohnplatz 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Wohnplatz
Liegt auf Gemarkung: Litzelstetten
Ersterwähnung: 0242

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Schloß und Gemeindeteil. Im Kern barocke Schloß- und Gartenanlage des Deutschen Ordens mit östlichem anschließenden Wirtschafts- und Nebengebäuden auf der Insel Mainau südöstlich des Dorfes.
Historische Namensformen:
  • Maginowe 0242
Geschichte: 242 Maginowe. Herren von Mainau erscheinen im 13. Jahrhundert als bischöfliche Ministerialen. Die Insel gehörte Kloster Reichenau, kam 1271 durch deren Ministerialen Arnold von Langenstein an den Deutschen Orden, der hier eine Kommende errichtete. Aufhebung derselben 1805. Das Schloß, eine dreiflügelige spätbarocke Anlage, wurde 1739/46 unter G. G. Bagnato erbaut. Die Herrschaft Mainau umfaßte Niedergericht, Grundbesitz und Rechte in den oberen Gerichten (Allmannsdorf), unteren Gerichten (Dettingen, Dingelsdorf und Litzelstetten) und der 1511 erkauften Herrschaft Blumenfeld und im Amt Immenstaad (bis 1783). Die Hochgerichtsrechte im unteren Gericht 1759, im oberen Gericht 1777 erpfändet. Heiligenberger Grafenrechte über den Anteil der Stadt Konstanz zu Hinterhausen und Sierenmoos 1783 eingetauscht. Das Niedergericht auf der Insel lag bis 1805 bei der Kommende, das Hochgericht bei der Landgfscht Heiligenberg, seit 1777 als Pfand bei der Kommende. Die 1805 an den bad. Staat gefallene Insel erwarb 1827 der Fürst Esterhâzy von Galantha. 1839 kam sie an die Grafen von Langenstein und über die Grafen Douglas 1853 an das badische Großherzogshaus. 1928 erbte die schwedische Königsfamilie die Mainau, die seit 1930 Graf Bernadotte innehat. Kapelle 1292 erbaut, 1733 abgebrochen. Wallfahrten seit dem 15. Jahrhundert belegt. Heutige Kirche Mariae Himmelfahrt 1732/39 unter G. G. Bagnato erbaut; rechteckiger Bau mit halbrund schließendem Altarhaus.

Name: Schloß
Datum der Ersterwähnung: 1739 [1739/46]

GND-ID:
  • 7823884-5
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