Egringen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0758

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Langgezogenes Dorf mit leiterförmigem Grundriß auf dem linken Hangfuß des Feuerbachtals. Neubaugebiet am Hang südlich des Ortes.
Historische Namensformen:
  • villa Aguringas 0758
  • Agringas 0763
Geschichte: 758 villa Aguringas, 763 Agringas, von Personenname. 758 bis um 870 mehrfach Schenkungen an Kloster St. Gallen. Um 1260 kam der sanktgallische Dinghof als Erblehen an die Ritter von Lene, 1284 an das Armenspital zu Basel. Die Vogtei über die dinghöfischen Güter gab St. Gallen an die Herren von Ramstein (1299 bestätigt), danach kam sie durch Heirat bis Mitte des 15. Jahrhunderts an die Herren von Grünenberg. Das Kloster verkaufte 1392 den Dinghof in Unteregringen, den das Basler Spital bisher zu Lehenrecht besaß, an dasselbe. 1390 belehnten die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg, Nachfolger der Herren von Rötteln im Lehensbesitz der bischöflichen Herrschaft Rötteln, die Herren von Grünenberg mit ihren dinghoffreien Leuten und dem Ortsgericht zu Egringen, das neben dem Gericht des Spitals auf dem Hof des Meiers (Dinghof) bestand. Das markgräfliche Lehen kam 1458 an die Thüring von Hallwyl, 1469 fiel es mit dem Hochgericht an die Markgrafen zurück, die den Ort nunmehr durch das Oberamt Rötteln verwalteten. Im Besitz des Dinghofs blieb das Spital zu Basel. 1503 kam Egringen mit der Herrschaft Rötteln an die Markgrafen von Baden, 1809 zum Вezirksamt Lörrach, war von 1813-1819 beim Вezirksamt Kandern, kam danach wieder zum Bezirksamt und 1939 Landkreis Lörrach.

Ersterwähnung: 0775
Kirchengeschichte: Die St.-Gallus-Kirche in Egringen ist 775 genannt, 1275 ein Leutpriester. Patronat des Spitals in Basel, dem die Kirche 1414 inkorporiert wurde. Zur mittelalterlichen Pfarrei gehörte zeitweilig Fischingen (Verwaltungsraum Binzen). Nach Einführung der Reformation 1556 blieb der Pfarrsatz bei Basel, den Besitz der Kirche und der Vogtei über diese und das Heiligenvermögen beanspruchte die Herrschaft. Der Turm der Pfarrkirche geht auf das 13. Jahrhundert zurück, 1473 wurden Chor und Altar auf die Heiligen Gallus, Maria und Jakob geweiht. Neubau des Langhauses 1587. Gesamtrenovation des Innern 1929. Bemerkenswert ist das Chorgestühl vom Ende des 15. Jahrhunderts mit figürlichem Schnitzwerk und ein vergoldeter Silberkelch, datiert 1487, wahrscheinlich eine Arbeit der Werkstatt Jörg Schongauers aus seiner Basler Zeit. Die Katholiken zur Pfarrei Istein.
Patrozinium: St. Gallus
Ersterwähnung: 0775

GND-ID:
  • 4500931-4
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