Stetten - Wohnplatz 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Wohnplatz
Liegt auf Gemarkung: Lörrach
Ersterwähnung: 0763

Historische Namensformen:
  • Stetiheim 0763
  • Stethein 1300
  • Stetten 1356
Geschichte: 763 Stetiheim, 1300 Stethein, 1356 Stetten. Ein Reihengräberfriedhof des 778. Jahrhunderts liegt südöstlich des Ortskerns gegen Riehen. Ob im 8. Jahrhundert schon Grundherrschaft des Klosters Säckingen anzunehmen ist, bleibt ungewiß. Der Dinghof des Stifts erscheint erst Mitte des 14. Jahrhunderts als Mittelpunkt der Besitzungen im Wiesental und im Rheinbogen. Lehensträger als Meier oder Vögte waren vor dieser Zeit die Herren von Stein, in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts die Herren von Schönau; später Belehnung oder Verpfändung an mehrere Geschlechter, bis Säckingen nach 1472 das Pfand an sich löste und wieder den Herren von Schönau verlieh, die bis 1727 im Besitz blieben. Zu dem Vogtsamt gehörte die niedere Gerichtsbarkeit, während die Hoch- und Blutgerichtsbarkeit den Markgrafen, wahrscheinlich als Herren des alten Landgerichts im oberen Breisgau, zustand. 1727 löste Säckingen das Pfandlehen aus. Stetten wurde bis 1806 - trotz fremder Hochgerichtsbarkeit und auch Jagdhoheit - durch das breisgau-prälatenständische Amt Säckingen im Rahmen Vorderösterreichs verwaltet. Das Schloß in Stetten, ehemaliger Vogtshof, wurde von den Schönauern 1666 neu erbaut, das Wohnhaus mit Treppenturm und Torbau ist noch erhalten. Neben der Herrschaft tritt die Gemeinde erstmals 1501 und 1510 selbständig in Erscheinung. Stetten wurde 1806 badisch, kam zum Oberamt bzw. Вezirksamt Lörrach und wurde der Stadt 1908 eingemeindet. Ein Pfarrer der gewiß sehr früh vom Stift Säckingen gegründeten Fridolinskirche ist 1275 genannt. Nach Einführung der Reformation 1556 wurde durch Vertrag mit Österreich das katholische Bekenntnis wiederhergestellt. Kirchenbau des 13. Jahrhunderts, 1822 Neubau unter Leitung von Chr. Arnold; er gilt als die »reizvollste Biedermeierkirche« im Markgräflerland. Filiale Tüllingen. Die Evangelischen zur Johannespfarrei in Lörrach.

GND-ID:
  • 4099753-4
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