Laufenburg (Baden) - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1207

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Eine überwiegend in Hanglage befindliche Stadt am Hochrhein im Bereich einer Stromschnelle. Stadtkern zwischen Fluß und В 34. Stadterweiterung nach Westen in Richtung des auf einer Niederterrasse gelegenen Stadtteil Rhina und nach Оsten (Gewerbegebiet). Ausgedehnte, planmäßig angelegte Neubaugebiete im Nordwesten und Nordosten in Hanglage.
Historische Namensformen:
  • Loufenberc 1207
Geschichte: 1207 Loufenberc, von louf = Stromschnelle. Urkundliche Unterscheidung zwischen Großlaufenburg (maior Laufenburg, linksrheinisch) und Kleinlaufenburg (minor Laufenburg, rechtsrheinisch) seit 1324; 1804 Klein-Laufenburg, 1939 Laufenburg (Baden). Die links und rechts des Rheins gelegene Siedlung entstand unter dem Schutz zweier Burgen im Hochmittelalter als Umlade- und Stapelplatz an einer Stromschnelle. Sie gehörte zur Grundherrschaft des Stifts Säckingen, dessen Vögte bis 1173 die Grafen von Lenzburg-Baden waren. Ihre Rechte gingen an die Grafen von Habsburg über. Auseinandersetzungen zwischen diesen und dem Stift wurden 1207 dahingehend entschieden, daß die Habsburger auf ewig die beiden Burgen als Lehen erhielten, Stift Säckingen aber im Besitz von Zwing und Bann in den beiden durch eine Brücke verbundenen Ortsteilen blieb. Über die rechtsrheinische Burg ist wenig bekannt. Sie dürfte aus der nach einem habsb. Ministerialengeschlecht benannten, im 16. Jahrhundert bereits unbewohnten Burg Ofterdingen und einer noch 1558 erwähnten oberen Burg, einem Turmbau, bestanden haben, dessen letzte Reste um 1800 abgetragen wurden. Entscheidend für die Entwicklung von Laufenburg zur Stadt war, daß sich die Grafen von Habsburg in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Ortsherren durchsetzen konnten. Allem Anschein nach ließ bereits Graf Rudolf III., der Begründer der Linie Habsburg-Laufenburg, beide Siedlungsteile durch Mauern befestigen. 1276 erscheint Laufenburg erstmals urkundlich als Stadt. Für die innere Verwaltung war der 1276 erstmals genannte Rat zuständig. Er setzte sich aus einem achtköpfigen (1437), seit 1570 zwölfköpfigen Kleinen Rat, der den Bürgermeister wählte, und einem zunächst 20, dann 40 Mitglieder umfassenden Großen Rat zusammen. Eine Sonderstellung nahm Laufenburg als Vorort der am Rhein gelegenen vier Waldstädte ein; nach dem Verkauf durch die Grafen von Habsburg-Laufenburg an Habsburg-Österreich 1386, endgültig nach dem Aussterben der Laufenburger Linie 1408 bildete es aber auch den Verwaltungsmittelpunkt einer vom Stift Säckingen als Lehen erworbenen habsburgische Herrschaft Laufenburg. Von 1469-1474 waren Stadt und Herrschaft an Karl den Kühnen von Burgund verpfändet. Da mit dem Frieden von Lunéville das auf der linken Rheinseite gelegene Gebiet Frankreich zugesprochen wurde, kam es 1802 zur Trennung von Groß- und Kleinlaufenburg; letzteres blieb bei Österreich und fiel 1805 an Baden, Oberamt Säckingen 1810-1819 eigenes Amt Kleinlaufenburg, danach Bezirksamt/1939 Landkreis Säckingen. Gebietsveränderungen brachten die Eingemeindung von Rhina 1933 und von Stadenhausen 1934.
Ersterwähnung als Stadt: 1276
Wirtschaft: Die Wirtschaft von Laufenburg, in dem sich seit 1313 ein Markt mit lokaler Bedeutung nachweisen läßt, war geprägt durch Fischerei, Flößerei und Schiffahrt, aber auch durch die Eisengewinnung und -Verarbeitung ; diese verlor jedoch nach dem Dreißigjährigen Krieg ihre Bedeutung. 1658 Tuchfärberei, um 1700 Papierfabrik.

Name: Burg Ofterdingen; Burg

Ersterwähnung: 1314
Kirchengeschichte: Während Großlaufenburg zum Sprengel der Diözese Basel gehörte, zählte Kleinlaufenburg zu dem der Diözese Konstanz. In Kleinlaufenburg läßt sich 1314 ein Pfarrer nachweisen, die Heiliger-Geist-Kirche 1324. Sie wird 1360/70 als Filiale von Murg bezeichnet, das Patronat hatte Stift Säckingen. Katholische Pfarrei seit 1419. Der Sprengel umfaßt heute Laufenburg und den Ortsteil Rhina (seit 1953). Heiliggeistkirche in Laufenburg 1883 erbaut, neugotisch. Der Stadtt. Stadenhausen nach Luttingen eingepfarrt. Das 1652/60 auf der rechten Rheinseite errichtete Kapuzinerkloster wurde 1806 aufgehoben. Die Evangelischen von Laufenburg wurden bis 1910 von Säckingen aus versehen, seit 1914 selbständige Pfarrei, zu der bis 1929 Albbruck als Filiale gehörte. Der heutige Sprengel umfaßt nach der Herauslösung der heute zur Pfarrei Murg-Rickenbach gehörigen Orte Murg, Niederhof, Hänner, Hottingen und Oberhof 1977 noch Laufenburg sowie die Stadtteile Binzgen, Grunholz, Hochsal, Luttingen und Rotzel. Die evangelische Kirche von 1887.
Patrozinium: Heiliger Geist
Ersterwähnung: 1324

GND-ID:
  • 4269481-4
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