Birkendorf - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1085 [1085 (spätmittelalterliche Корialüberlieferung)]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Langgezogenes Straßendorf mit häufendorfartiger Erweiterung nach Süden im Gemeindeteil Vogelsang. Neubauten im Norden und Süden.
Historische Namensformen:
  • Birkendorf 1085 [1085 (spätmittelalterliche Корialüberlieferung)]
  • Birchindorf 1275
Geschichte: 1085 (spätmittelalterliche Корialüberlieferung) Birkendorf, 1125 Birctorf, 1275 Birchindorf. Plattengräber am Südabhang des Bühls belegen frühe Besiedlung am Rand des Altsiedellandes. Über die frühen Besitzverhältnisse in Birkendorf. ist nichts bekannt. Die zu 1085 und 1125 anläßlich einer wohl zwischen 1078 und 1080 erfolgten Schenkung genannte Ita von Birkendorf aus der Rheinauer Stiftersippe wird dem hiesigen Birkendorf zugerechnet. Die von Mitte des 12. Jahrhunderts bis in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts belegten Herren von Birkendorf waren Dienstleute der Herren von Krenkingen, später auch Bürger der Städte Säckingen (1332 belegt) und Schaffhausen. Eine Burg auf dem Bühl nordöstlich des Ortes war noch zu Beginn des 15. Jahrhunderts bewohnt und wurde wohl spätestens im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Im 18. Jahrhundert noch als Ruine erwähnt, keine sichtbaren Reste erhalten. 1403 verkaufte Erlawin von Birkendorf seine Güter im Ort an Johann von Wolfurt, 1478 und 1482 erscheint Birkendorf als habsburgisches Lehen des Simon von Erzingen, 1487 gehörte das Dorf den Herren von Grießen, 1494 den Grafen von Lupfen. 1612 kaufte die Abtei St. Blasien Birkendorf mit den zugehörigen Orten Hürrlingen, Igelschlatt und den Höfen Roggenbach, Rohr und Rombach mit allen grund- und landesherrlichen Rechten von den Herren von Pappenheim als Landgrafen zu Stühlingen. Bis 1803 gehörte Birkendorf zur sanktblasianischen Grafschaft Bonndorf, fiel 1803 zunächst an die Malteser in Heitersheim, 1805 an Württ., 1806 an Baden. Zugehörigkeit zum Amt Bettmaringen bis 1813, dann Bezirksamt Bonndorf, seit 1924 Bezirksamt/Landkreis Waldshut. Eingemeindung von Rombach 1927, von Igelschlatt 1935.

Ersterwähnung: 1085
Kirchengeschichte: Die Kirche in Birkendorf wird 1085 genannt, ein Pleban 1275. Das Präsentationsrecht hatte wohl die jeweilige Ortsherrschaft, im 15. Jahrhundert die Herren von Erzingen und von Grießen. 1497 erscheint die Kirche als dem Deutschordenshaus Beuggen (Verwaltungsraum Rheinfelden/Baden, Landkreis Lörrach) inkorporiert. 1610 wurde die ehemalige Pfarrei Birkendorf mit der Pfarrei Grafenhausen vereinigt, 1901 wieder abgetrennt und zur Kuratie, 1909 zur Pfarrei erhoben. Die spätgotische Margaretenkirche ist wohl um 1600 erbaut, 1668/69 erweitert, 1931 verlängert worden. Die Evangelischen nach Ühlingen.
Patrozinium: Margareten
Ersterwähnung: 1600 [um 1600]

GND-ID:
  • 4402107-0
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