Wurmlingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1120 [um]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Haufendorf aus zwei Siedlungskernen zu Füßen des Wurmlinger Kapellenbergs (Spitzbergs). Großes Neubaugebiet im Norden.
Geschichte: Um 1120 (Корie 16. Jahrhundert) Wurmlingen (Personenname). Siedlung der alemannischen Landnahmezeit. Reihengräberfelder im Nordosten (1. Hälfte 7. Jahrhundert) und im Süden (2. Hälfte 7. Jahrhundert). Ein Adliger Heinrich von Wurmlingen war um 1120 Klosterbruder in Hirsau. Das vielleicht mit ihm blutsverwandte spätere Adelsgeschlecht verzweigte sich im 13. Jahrhundert insbesondere in die Linien von Steinhilben, von Mörsperg und Märheld. Mit Kleinhans Märheld starb das Geschlecht 1519 aus. Von 1252 an nannten sich vermutlich auch Nachkommen der Edelfreien von Calw nach dem Ort. Abgegangene Wandelburg (?, Flurname), Burg Bresteneck im Westen des Dorfs sowie Wasserburg in Ortsmitte (bis Ende 18. Jahrhunderts). Früher Teil der Grafschaft Hohenberg und mit dieser 1381 an Österreich verkauft. In der Neuzeit noch verpfändet an die Freiherrn von Hohenberg und die von Raßler bis zur Einlösung durch Österreich 1762. 1805 an Württemberg. Oberamt Rottenburg, 1938 Landkreis Tübingen.

Name: Wandelburg; Burg Bresteneck; Wasserburg

Ersterwähnung: 1213
Kirchengeschichte: Kirche und Pfarrei 1213, Sankt Remigius 1688. Patronat des Klosters Kreuzlingen. Ursprüngliche Pfarrkirche war die Kapelle auf dem Berg. Älteste Bauteile vorromanisch, romanische Krypta 1. Hälfte 12. Jahrhundert. Gotische Kirche 1680 wiederhergestellt, renoviert 1962/63. Hier fand der bekannte »Wurmlinger Jahrtag« statt. Die 1446 erwähnte Kapelle im Dorf (Sankt Briccius 1485) wurde im 16. Jahrhundert Pfarr­kirche (formell erst 1775). Langhaus von 1821, noch spätgotischer Turm. Evangelische nach Rotten­burg.
Patrozinium: Sankt Remigius
Ersterwähnung: 1688

GND-ID:
  • 4221527-4
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