Ummendorf - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1128 [um]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Haufendorf an der Einmündung des Umlachtals in das Rißtal. Großes Neubaugebiet mit Hochhäusern im Westen zwischen dem Ortskern und der Bahnlinie; starke Neubautätigkeit aber auch am östlichen und südöstlichen Ortsrand.
Geschichte: Um 1128 (Корie 17. Jahrhundert) Ummendorf (Personenname). Herren von Ummendorf um 1128 bis 1286 (1365); Hermann von Ummendorf war 1221 Marschall Kaiser Friedrichs II. Vor 1239 (Helwig »von Ummendorf«) waren hier die von Essendorf begütert; ihr restlicher Besitz erst 1440 verkauft. Ort mit Burgstall von den von Steußlingen über die von Schellenberg 1373 (1360) an Kloster Weißenau. 1554 durch Matthias Manlich aus Augsburg gekauft. 1555 Eintausch des Besitzes des Biberacher Spitals. Nach dem Erwerb durch Kloster Ochsenhausen (1565) Verleihung der hohen und malefizischen Obrigkeit 1566. Im 16. Jahrhundert wurde das Schloss (heute Pfarrhaus) gebaut, 1623 erweitert. Dreigeschossiger Bau mit 2 runden Ecktürmen, neue Außenfassung um 1750. Qualitätvolle spätbarocke Ausstattung. Lusthäuschen aus dem 18. Jahrhundert. Sitz der ochsenhausischen Prälaten. Von 1623 bis 1632 war hier ein Seminar für höhere philosophische und theologische Studien. Mit dem Klosteramt Ummendorf 1803 an Fürst von Metternich-Winneburg. 1806 unter württembergische Staatshoheit, Oberamt (1938 Landkreis) Biberach. Standesherrschaft 1825 an den Staat verkauft.

Name: Burg; Schloss
Datum der Ersterwähnung: 1500 [16. Jahrhundert]

Ersterwähnung: 1275
Kirchengeschichte: Kirche und Pfarrei 1275. Heiliger Johannes 1395. Der Kirchensatz kam von den von Steußlingen über die von Schellenberg 1373 ebenfalls an Kloster Weißenau; Inkorporation 1376. Nach dem Er­werb durch Kloster Ochsenhausen 1564 als inkorporierte Pfarrei behandelt. Die katholische Pfarrkirche Sankt Johannes Evangelist zeigt sich von außen als Barockbau (1717/19), im Innern nach Brand 1803 im klassizistischen Stil wiederhergestellt. Turmuntergeschoss noch mittelalterlich, Aufsatz 1743. Johanneskapelle (als ecclesia minor 1300 erwähnt, Heiliger Johannes der Täufer 1460), 1737 neu erbaut. Evangelische Kirche und Pfarrei 1972.
Patrozinium: Heiliger Johannes
Ersterwähnung: 1395

GND-ID:
  • 4460827-5
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