Friedrichshafen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.friedrichshafen.de
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Einwohner: 57333
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 820.0
Max. Höhe ü. NN (m): 505.89
Min. Höhe ü. NN (m): 392.26
PLZ: 88045, 88046, 88048

Die im östlichen Teil des Kreisgebietes gelegene Stadt Friedrichshafen ist die Kreisstadt und größte Stadt des Bodenseekreises. Das Stadtgebiet erstreckt sich von der Südgrenze des Kreises am Bodensee über die ganze Breite bis zur Nordgrenze zum angrenzenden Landkreis Ravensburg. Im Osten hat es mit einem schmalen Streifen Anteil am Schussenbecken, während der Fluss das Stadtgebiet nur in der äußersten Nordostecke noch berührt. Die Landschaft ist eine sanft abgedachte und teilweise mit Wald bestandene Ebene. Im Westen beginnt das bewegte jungsteinzeitliche Moränengelände. Naturräumlich gehört das Gebiet zum Bodenseebecken. Der höchste Punkt liegt auf 505,89 m, der tiefste Punkt auf 392,26 m. Zum Stadtgebiet gehören Teile der Naturschutzgebiete Eriskircher Ried, Hepbacher-Leimbacher Ried, Lipbachmündung und Lipbachsenke. Die Reichsstadt Buchhorn fiel 1802/03 an Bayern, kam aber 1810 an Württemberg und wurde dem Oberamt Tettnang zugewiesen, aus dem 1938 der gleichnamige Landkreis hervorging. Dieser ging bei der Verwaltungsreform 1973 im Bodenseekreis auf. Hofen kam 1803 an Nassau-Oranien, 1804 an Österreich und schließlich 1806 an Württemberg. 1811 entstand durch den Zusammenschluss der Reichsstadt Buchhorn mit dem Dorf und Kloster Hofen die Stadt Friedrichshafen. Friedrichshafen ist mit Ravensburg und Weingarten Oberzentrum für die Region Bodensee-Oberschwaben und Mittelzentrum für den Ostteil des Kreises. Im April 1956 wurde die Stadt zur Großen Kreisstadt ernannt. Die im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörte Stadt hat nach 1945 eine dynamische Entwicklung erfahren. Bis etwa 1956 war der Wiederaufbau im Wesentlichen abgeschlossen, doch wurden schon seit 1950 neue Siedlungs- und auch Industriegebiete erschlossen. Der großflächige Ausbau konzentrierte sich bis Ende der 1960er Jahre auf den Bereich westlich und nördlich, in geringerem Maße auch östlich der Stadt. Eine zweite größere Siedlungsperiode setzte in den 1980er Jahren ein, als erneut große Fläche vorwiegend im Norden und Osten ausgewiesen wurden. Großflächige Industriegebiete entstanden auf altindustriellen Flächen, wurden aber auch neu erschlossen. Die Industriegebiete liegen heute vorwiegend im Nordwesten und Norden, aber auch nordöstlich an der Bahnstrecke nach Ulm und beim Flughafen.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Das Stadtgebiet erstreckt sich vom Bodensee bis an die Südgrenze des Kreises Ravensburg. Im Оsten hat es mit einem schmalen, zur Stadt hin breiter werdenden Streifen Anteil am Schussenbecken. Die Schussen selbst wird in der äußersten Nordostecke gerade noch berührt. Die sanft abgedachte, zum Teil bewaldete Ebene besteht im Untergrund aus eiszeitlichen Schmelzwasserablagerungen. Gegen Westen setzt mit einem Anstieg von etwa 50 Metern, der in Stadtnähe allerdings weniger ausgeprägt ist, bewegtes jüngsteiszeit­liches Moränengelände ein. Auffallende Anordnung der Hügelachsen von Norden nach Süden, entsprechend der Fließrichtung des Eises, zum Teil schon typische Drumlinformen. Das fruchtbare Hügelland wird ungefähr in der Mitte von der Rotach durchflossen, die zwischen Berg und Oberailingen, kurz vor ihrer Mündung in den Bodensee am Ostrand der Stadt, in das Schussenbecken eintritt.

Wappen von Friedrichshafen

In gespaltenem Schild vorne in Gold (Gelb) eine bewurzelte grüne Buche, hinten in Rot ein silbernes (weißes) Hifthorn (Mundstück unten) mit goldener (gelber) Fessel und goldenen (gelben) Beschlägen.

Beschreibung Wappen

Die Reichsstadt Buchhorn führte die „redenden" Wappenfiguren, die auch nach der von König Friedrich von Württemberg veranlassten Umbenennung in Friedrichshafen gültig blieben. Seit 1274 sind Abdrücke von Stadtsiegeln belegt, in denen unter dem Reichsadler zunächst noch die mit dem Hifthorn beheftete Buche, im 15. Jahrhundert aber die von zwei Hifthörnern begleitete Buche zu sehen ist. In kleineren Siegeln des 15. und 16. Jahrhundert entfiel der Adler, und das Horn wurde vorne neben der Buche abgebildet. Eine Darstellung in Richentals Konstanzer Konzilschronik gibt im wesentlichen das heutige Wappen wieder, doch ist das Horn dort noch schwarz tingiert. Seit 1885 hat sich die silberne (weiße) Tingierung dieser Figur durchgesetzt. Die Flaggenfarben wurden von den Figuren des Wappens abgeleitet.

GND-ID:
  • 4018596-5
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