Ailingen - Altgemeinde~Teilort 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0771

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Der Stadtteil besteht aus mehreren alten dörflichen Siedlungsker­nen, Weilern und Einzelhöfen. Die beiden ursprünglich weitläufig gestreuten Dörfer Ober-und Unterailingen östlich der Rotach wuchsen in der Neuzeit zunächst entlang der alten »Kornstraße« (Hauptstraße) zusammen. Weitere Ausdehnung dann an der Straße nach Friedrichshafen, neue Wohnsiedlungen im Оsten (Haldenberg), zwischen den bei­den Dorfkernen (Eckmähde) und im Westen von Oberailingen (Reinachweg). Neubauge­biete auch zwischen Berg und Ittenhausen am Osthang zum Rotachtal, westlich von Köstenbach (Egelsee) und nordwestlich von Köstenbach (Riedbach). Ein neues Gewerbegebiet entsteht zwischen der Rotach und der Teuringer Straße südlich von Bunkhofen.
Historische Namensformen:
  • villa Ailingas
  • Ailingen superiori
Geschichte: 771 in villa Ailingas (von Personenname), auch villa publica genannt, 1255 in Ailingen superiori. Ort der ältesten Siedlungsschicht. Sankt Gallen und Kloster Lorsch erhielten im 8. Jahrhundert Grundbe­sitz, Sankt Gallen in 9. Jahrhundert auch aus ursprünglichem Königsgut. Die beiden Lehenhöfe Sankt Gal­lens kamen über Ravensburger Bürger 1695 an Kloster Löwental. Die Güter, die Kloster Kreuzungen 1198 von Werner von Ailingen erhielt, gehörten zum Kelhof Hirschlatt. 1198 bis 1291 Adel genannt, 1198 als Ministerialen der Grafen von Habsburg. Spätestens seit etwa 1500 war Ailingen bei der österreichischen Landvogtei, mit Fischbach eine Gemeinde bildend. 1805 an Württemberg. 1810 Oberamt (1938 Landkreis) Tettnang. Bis 1825 eine Gemeinde mit Berg und wieder seit 1937.

Ersterwähnung: 1260
Kirchengeschichte: Die 1260 erstgenannte Kirche in Unterailingen war 1275 Dekanatssitz. Graf Rudolf von Habsburg schenkte das Patronat 1260 an Kloster Löwental, nach erfolgloser Anfechtung durch die von Hohenfels wurde es 1326 Lö­wental inkorporiert. Zum Pfarrsprengel gehörte bis 1715 der größere westliche Teil der Gemeinde Ettenkirch. Die katholische Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer, ursprünglich eine Chorturmkirche, hat einen hohen Turm des 16. Jahrhunderts; Langhaus und Chor 1959 neuerbaut. Rosenkranzka­pelle von 1625. Evangelische Kapelle 1937, Kirche 1949, Pfarrei 1972.
Patrozinium: Sankt Johannes der Täufer

GND-ID:
  • 4400038-8
Suche