Renningen - Altgemeinde~Teilort
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| Typauswahl: | Ortsteil – Historisches Ortslexikon |
| Typ: | Teilort |
| Ersterwähnung: | 0991 [Überlieferung 13. Jahrhundert] |
Ortsgeschichte
| Ortslage und Siedlung (bis 1970): | Am Südhang der Niederung des Renninger Beckens. Im Dorfkern stammen das große Rathaus mit Rundbogenportal von 1590, die alten Fachwerkhäuser ebenfalls teilweise aus dem 16. Jahrhundert. Zu einer starken Ortserweiterung, namentlich im Norden zum Bahnhof hin, führten neben den Industrieanlagen (von 1950 bzw. 1970 an) vor allem die neuen Wohngebiete der Jahre 1950/75 (»Lehenbühl«, »Hinter dem Ried«, »Zimmeräcker«, »Fronäcker«, »Hummelbaum«) aus Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern. |
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| Historische Namensformen: |
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| Geschichte: | 991 (Uberlieferung 13. Jahrhundert) Raantingen, 12. Jahrhundert Randingen, 1266 Rendingen (Personenneame Rando, Ranto). Reihengräber, merowingerzeitlicher Ort. Kloster Weißenburg hatte hier (seit dem 8. oder 9. Jahrhundert ?) sehr umfangreichen Besitz, den es um 990 an Graf Otto, Sohn Herzog Konrads des Roten von Lothringen, verlor. Besitz erhielt im 12. Jahrhundert Kloster Hirsau (1318 an Württemberg). Eine nach Renningen benannte Niederadelsfamilie, wohl Dienstleute der Tübinger, ist nur 1266-1272 bezeugt; der in Teilen im 14.-16. Jahrhundert den von Brandeck, von Neuneck und von Nippenburg gehörende Burgstall könnte auf sie zurückgehen. Der Ort selbst mit Kirche gehörte um 1300 den Grafen von Hohenberg, die ihn wohl 1306/07 an Reinhard von Neuenbürg vertauschten, der ihn 1310 an Württemberg verkaufte. Renningen war dann stets Teil des Amts bzw. Oberamt, seit 1938 Landkris Leonberg. |
Kirche und Religion
| Ersterwähnung: | 0900 [10. Jahrhundert] |
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| Kirche und Schule: | Die Kirche (Basilika) St. Peter, im 10. Jahrhundert dem Kloster Weißenburg entfremdet, wurde 1310 von Reinhard von Neuenbürg an Württemberg verkauft. 1441 erhielt sie das Spital Stuttgart, dem sie 1444 inkorporiert wurde. Evangelische Pfarrkirche (zwei Pfarrämter), im Kern spätromanisch. Hat im Erdgeschoss des 1845 erhöhten Ostturms einen frühgotisch kreuzrippengewölbten Chor. Das 1601 erbaute Schiff 1878 vergrößert. Barockes Orgelgehäuse. Katholische Kirche St. Bonifatius 1955 erbaut; Pfarrei seit 1961. |
| Patrozinium: | St. Peter |









![Ulrich von Gottes Gnaden Graf von Tübingen (Tuwingen) beurkundet, dass in seiner Gegenwart Friedrich von Renningen mit seinen Brüdern Werner genannt Werber, Kraft, Konrad und (?) Ernis (Fridericus de Randingen una cum Wernihero dicto Werber, Craftone, Cunrado et ærnis fratribus suis) dem Propst und Kapitel der St. Martinskirche zu Sindelfingen (Sindelvingen) den achten Teil der Zehnten in den Grenzen der Pfarrei und des Dorfs Darmsheim (parrochie et ville in Darmeshein) um 20 Pfund Heller verkauft hat. Siegler, da die Verkäufer ein eigenes Siegel nicht haben: Der Bischof von Konstanz, der Aussteller, und Graf Sigmund von Eberstein (Simundi comitis de Eberstæin), welche beide letzteren, soviel an ihnen ist, ihre Einwilligung zu dem Verkauf geben. Actum Bebilingen, Alberto de Toffingen, Reinh[ardo] de Bihingen et Cunrado de Wurmelingen canonicis, qui etiam nomine ecclesie hunc contractum perfecerunt, Heinrico vicario in Sindelvingen, Waltero rectore et Cun. vicario suo in Bebilingen, Heinrico scolare de Holzgerringen et aliis quam plurimis cum predictis fratribus presentitus civibus in Bebilingen viris providis et honestis et discretis, decimo kalendas Augusti, anno domini MCCLXXII., indictione XV.](/media/labw_wub/current/delivered/jpg/wub-3093.jpg)





























![Ulrich von Gottes Gnaden Graf von Tübingen (Tuwingen) beurkundet, dass in seiner Gegenwart Friedrich von Renningen mit seinen Brüdern Werner genannt Werber, Kraft, Konrad und (?) Ernis (Fridericus de Randingen una cum Wernihero dicto Werber, Craftone, Cunrado et ærnis fratribus suis) dem Propst und Kapitel der St. Martinskirche zu Sindelfingen (Sindelvingen) den achten Teil der Zehnten in den Grenzen der Pfarrei und des Dorfs Darmsheim (parrochie et ville in Darmeshein) um 20 Pfund Heller verkauft hat. Siegler, da die Verkäufer ein eigenes Siegel nicht haben: Der Bischof von Konstanz, der Aussteller, und Graf Sigmund von Eberstein (Simundi comitis de Eberstæin), welche beide letzteren, soviel an ihnen ist, ihre Einwilligung zu dem Verkauf geben. Actum Bebilingen, Alberto de Toffingen, Reinh[ardo] de Bihingen et Cunrado de Wurmelingen canonicis, qui etiam nomine ecclesie hunc contractum perfecerunt, Heinrico vicario in Sindelvingen, Waltero rectore et Cun. vicario suo in Bebilingen, Heinrico scolare de Holzgerringen et aliis quam plurimis cum predictis fratribus presentitus civibus in Bebilingen viris providis et honestis et discretis, decimo kalendas Augusti, anno domini MCCLXXII., indictione XV.](/media/labw_wub/current/generated/jpg/wub-3093.jpg.tm.png)












































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