Eppingen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.eppingen.de
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Einwohner: 20769
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 234.0
Max. Höhe ü. NN (m): 332.15
Min. Höhe ü. NN (m): 178.97
PLZ: 75031

Eppingen liegt mit seinen sieben Stadtteilen im Westen des Landkreises Heilbronn und dehnt sich auf einer Fläche von 88,59 qkm vornehmlich im Eppinger Gäu bzw. im mittleren Kraichgau aus. Der Landesentwicklungsplan ordnet die Stadt dem ländlichen Raum zu. Nördlich von Richen erreicht das Areal an der Elsenz bei ca. 180 m NN das Höhenminimum, der höchste Punkt wird im Hardtwald südlich von Mühlbach bei ca. 322,2 m NN erlangt. Die auf einem Hochflächensporn gelegene Altstadt besticht mit einer Reihe bemerkenswerter Bauten wie dem Baumannschen Haus, das als das bedeutendste Fachwerk-Bürgerhaus zwischen Schwarzwald und Odenwald angesehen wird, sowie dem Chuppastein an der alten Synagoge, der als besterhaltener Hochzeitsstein Süddeutschlands gilt. Nach 1803 wurden Adelshofen, Elsenz, Eppingen, Mühlbach, Richen sowie Rohrbach am Gießhübel badisch und am 24.7.1813 dem Bezirksamt Eppingen angegliedert. Als dieses am 1.4.1924 aufgehoben wurde, kamen Elsenz und Mühlbach zum Bruchsaler bzw. Brettener Bezirk, während Adelshofen, Eppingen, Richen und Rohrbach an das Bezirksamt Sinsheim fielen – wie 12 Jahre später auch Elsenz und Mühlbach. Das altwürttembergische Kleingartach gehörte zum Amt, seit 18.3.1806 Oberamt Brackenheim und vom 1. Oktober 1938 an zum Landkreis Heilbronn. In diesem Sprengel führte 1973 die Gebietsreform Kleingartach und die sechs ehedem badischen Orte zusammen. Zwischen dem 1.7.1971 und dem 1.11.1972 wurden alle heutigen Stadtteile Eppingen eingemeindet, das am 1.1.2002 zur Großen Kreisstadt erhoben wurde.

Die Große Kreisstadt Eppingen liegt im westlichen Teil des Landkreises; ihre Entfernung zum Oberzentrum Heilbronn beträgt etwa 22 Kilometer. Eppingen ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis und gehört dem Landesentwicklungsplan zufolge zum ländlichen Raum im engeren Sinn. Mit Heilbronn ist es durch die B293 und eine Bahnlinie verbunden; auf den gleichen Verkehrswegen nach Westen erreicht man Karlsruhe (circa 41 Kilometer). Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn Ittlingen, Kirchardt, Gemmingen, Schwaigern, Brackenheim, Güglingen, Pfaffenhofen und Zaberfeld im Landkreis Heilbronn, außerdem Sulzfeld, Kraichtal und Östringen im Landkreis Karlsruhe sowie Sinsheim im Rhein-Neckar-Kreis. Mit den Gemeinden Gemmingen und Ittlingen besteht eine vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft. Zur Gemeinde gehören neben der Kernstadt die Stadtteile Adelshofen im Norden, Elsenz im Nordwesten, Kleingartach im Südosten, Mühlbach im Süden, Richen im Nordosten und Rohrbach am Gießhübel im Westen. Zur Kernstadt gehören die Höfe Raußmühle und Rosalienhof sowie die Wohnplätze Odenberg-Wolfmüller und Ottilienberg, zu Adelshofen der Hof Dammhof und der Wohnplatz Adelshofen (Mühle), zu Kleingartach der Hof Kirschenhof und die Ortsteile Eichbühlhöfe, Hemmichhof und Rosbachhof. Der größte Teil der ausgedehnten Gemarkung liegt in der Landschaft des Eppinger Gäus, das seinerseits Teil des mittleren Kraichgaus ist. Dabei handelt es sich um eine fruchtbare, überwiegend mit Löss bedeckte Hügellandschaft, die sich zwischen Odenwald und Schwarzwald einschiebt. Im Südosten der Gipskeuperlandschaft schließt sich die bewaldete Schilfsandsteinplatte der Eppinger Hardt an. Östlich davon gehört noch ein kleines Stück des Leinbachgäus um Kleingartach dazu. Die wichtigsten Bodenarten sind für den Obst- und Weinbau günstige Muschelkalkböden, fruchtbare Gipskeuper- und Lössböden sowie waldbedeckte Schilfsandsteinböden. Ein Großteil der Gemarkung liegt im Quell- beziehungsweise Einzugsbereich der Elsenz, die von ihrem Ursprung beim Dorf Elsenz zuerst nach Südosten fließt, bis sie sich zwischen Rohrbach und der Raußmühle nach Osten, unterhalb von Eppingen nach Ostnordost wendet, um schließlich zwischen Richen und Ittlingen das Gemeindegebiet in nördlicher Richtung zu verlassen und über Sinsheim dem Neckar zuzufließen. Noch oberhalb von Eppingen nimmt die Elsenz den von Westen, aus dem gleichnamigen Ort kommenden Rohrbach auf, bei der Raußmühle den aus Mühlbach kommenden Himmelreichbach und am Hellberg den ebenfalls von Süden kommenden Hellbach. Unmittelbar unterhalb der auf einem Hochflächensporn gelegenen Altstadt von Eppingen mündet der von Nordwesten kommende Hilsbach in die Elsenz, in Richen von Osten her der Berwanger Bach und unterhalb von Richen wiederum von Nordwesten her der Roteklingengraben. Der im Norden von Adelshofen entspringende Nesselbach mündet südlich des Dorfs in den Hilsbach. Oberhalb von Kleingartach vereinigen sich der Seebach und der Gruppenbach (Rosbach) zum Leinbach, der die Gemarkung gleich unterhalb des Städtleins gegen Niederhofen hin verlässt und in Neckargartach in den Neckar fließt. Beim Hemmichhof und am Bauernkopf südwestlich von Kleingartach, südlich von Mühlbach, zu Füßen des Ottilienbergs (Jägersee), im Zimmergrund (nordwestlich von Schomberg) sowie an der Gemeindegrenze gegen Gemmingen gibt es Teiche und Seen unterschiedlicher Größe. Der mittlere Kraichgau gehört zu den regenärmeren Gebieten Süddeutschlands mit durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmengen in Eppingen von kaum mehr als 700 Millimetern. Nach Norden und Süden hin nimmt die Niederschlagsmenge etwas zu und beträgt für das nah gelegene Elsenz etwa 800 Millimeter. Die Wasserführung der Elsenz ist entsprechend gering. Wiederkehrende Oberflächenformen der Landschaft um Eppingen sind Hügel, Kuppen und Höhenrücken, die durch langgestreckte Täler, oft durch verzweigte Trockentäler voneinander getrennt sind. Die häufig vorkommende parallele Lagerung der Rücken von Südwest nach Nordost zeugt von ihrer Anlage im Löss. Ebenso ist die Entwicklung der dazwischen liegenden Hohlformen zu ganzen Muldensystemen durch den Löss bedingt, der als weiche, leicht abschwemmbare Bodenmasse die Dellenbildung begünstigt. Wo sich der Löss auf kluftigem Gestein ablagert, verringert sich der oberflächige Wasserabfluss und damit die Muldenbildung. Dieses Phänomen tritt vor allem südöstlich von Mühlbach auf; hier lagert Lösslehm auf dem wasserdurchlässigen Schilfsandstein und verhindert dadurch die Entstehung von Dellen. Eine gute Perspektive auf die eher ruhige und gleichförmige Landschaft hat man von dem südöstlich von Eppingen gelegenen Ottilienberg (313,6 Meter über Normalnull). Von etwa 250 Meter über Normalnull mittlerer Höhe auf der Linie Hilsbach-Ittlingen fällt die Oberfläche zum Elsenztal allmählich auf etwa 220 Meter über Normalnull ab und nach dem Überschreiten der Flusslinie bei der Kernstadt (199 Meter über Normalnull) steigt das Gelände am Rücken des Hardtwalds auf mehr als 300 Meter an; südlich von Mühlbach erreicht es mit 322,2 Meter über Normalnull den höchsten Punkt der Gemarkung; der tiefste Punkt (circa 180 Meter über Normalnull) liegt im Nordosten, wo die Elsenz das Gemeindegebiet verlässt. Die Zuflüsse der Elsenz haben sich in das Terrain eingeschnitten. Nur selten ist die intensiv landwirtschaftlich genutzte fruchtbare Fläche einmal von Laubwaldinseln unterbrochen. Lediglich in den Höhenlagen im Süden und Südosten dominiert der Wald.

Wappen von Eppingen

In gespaltenem Schild vorne in Gold (Gelb) ein roter Schrägbalken, hinten in Schwarz ein rot bewehrter und rot bezungter goldener (gelber) Adler.

Beschreibung Wappen

Das 1454 belegte Siegel der aus einem an Baden verpfändeten Reichsdorf hervorgegangenen Stadt zeigt lediglich den Schrägbalken als Zeichen der badischen Landesherrschaft. Dieses Wappen blieb auch unter der von 1462 bis 1803 währenden pfälzischen Herrschaft über Eppingen unangetastet. Lediglich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es in den Stadtsiegeln kurze Zeit durch ein anderes Siegelbild ersetzt. Die erwünschte Unterscheidung des Stadtwappens vom badischen Stammwappen ist gewährleistet, seit das Innenministerium — zusammen mit der Flagge - am 14. Februar 1958 das jetzige Wappen verliehen hat. Es verbindet das badische Wappen in gespaltenem Schild mit dem in den Farben ausgetauschten Reichswappen, das auf das ehemalige Reichsdorf Eppingen hinweisen soll.

GND-ID:
  • 4015074-4