Lichtenstern - Wohnplatz 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Wohnplatz
Liegt auf Gemarkung: Löwenstein
Ersterwähnung: 1243

Historische Namensformen:
  • Stella praeclara 1243
  • Clara Stella 1252
  • Liechtensterne 1263
Geschichte: 1243 Stella praeclara, 1252 Clara Stella, 1263 Liechtensterne. Vom ehemaligen Zisterzienserinnenkloster sind innerhalb der alten Klostermauern die Kirche zu den Heiligen Maria, Benedikt und Bernhard (so 1282) mit frühgotischem Fünfachtelchor, Teile des Kreuzgangs, eine Kapelle sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäude erhalten. Im Chor ein frühgotischer Steinaltar und ein spätgotischer Wandtabernakel, im Schiff eine geschnitzte Holzsäule mit Würfelknauf, ähnlich wie in der Maulbronner Prälatur. Unter den Grabmälern aus dem 13. und 14. Jahrhundert ist das der Stifterin des Klosters. — Im abgelegenen Tuffingestal gründete 1242 Luitgard von Weinsberg geborene von Limpurg das Kloster, das rasch durch Schenkungen benachbarter Adelsgeschlechter, besonders der Weinsberg und Limpurg, eines der reichsten in Württemberg wurde. Es erwarb die Dörfer Waldbach, Dimbach (beide Hohenlohekreis), Obereisesheim sowie reichen Streubesitz im Nordosten von Württemberg. Die Schirmvogtei stand zuerst den Weinsberg, seit 1450 der Pfalz und seit 1504 Württemberg zu, das 1554 im Zuge der Reformation das Kloster aufhob und sein Gebiet als Kloster-Oberamt Lichtenstern verwaltete. Dieses kam 1807 zum Oberamt Weinsberg. Lichtenstern war bis 1812 selbstständige Gemeinde — 1835 erwarb К. A. Zeller das noch wohlerhaltene Kloster und begründete eine Ausbildungsstätte für den Lehrernachwuchs. Heute ist es im Besitz der evangelischen Kirche und dient als Pflegeheim der Inneren Mission für geistig behinderte Kinder. Lichtenstern wurde 1525 von den Bauern geplündert. — War seit der Reformation Filial wechselnder Pfarreien, hatte 1739 — 1811 eine eigene Pfarrei und ist seither Filial von Löwenstein.

GND-ID:
  • 4099615-3
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