Argenbühl 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.argenbuehl.de
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Einwohner: 6032
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 79.0
Max. Höhe ü. NN (m): 761.25
Min. Höhe ü. NN (m): 567.83
PLZ: 88260

Die Gemeinde Argenbühl liegt im Südosten des Landkreises Ravensburg. Ihre südliche Grenze ist zugleich die Landesgrenze zu Bayern. Das Gemeindegebiet erstreckt sich im Übergang vom niederen Allgäu zu den Allgäuer Vorbergen zwischen der Unteren und der Oberen Argen. Naturräumlich gehört es zur übergreifenden Einheit des Westallgäuer Hügellandes. Der höchste Punkt liegt im Nordosten auf 761,25 m, der tiefste Punkt auf 567,83 m im Gießenwald. Das Gemeindegebiet hat Anteil an den Naturschutzgebieten Badsee, Bodenmöser, Gießenmoos und Staudacher Weiher. Der Hauptort Eisenharz und die anderen Teilorte kamen 1806 an Württemberg und wurden ab 1810 dem Oberamt Wangen zugewiesen, aus dem 1938 der Landkreis hervorging. Nur Ratzenried kam 1806 an Bayern und ging 1810 an Württemberg über. Mit der Auflösung des Landkreises 1973 kam die Gemeinde zum Landkreis Ravensburg. Die heutige Gemeinde Argenbühl entstand 1972 durch Zusammenschluss der vorher selbständigen Gemeinden Christazhofen, Eglofs, Eisenharz, Göttlishofen, Ratzenried und Siggen. Der neu gewählte Name Argenbühl setzt sich aus den Bestandteilen Argen für den Fluss und Bühl als Synonym der hügeligen Landschaft zusammen. Eglofs und Eisenharz sind staatlich anerkannte Erholungsorte. Argenbühl hat sich nach 1945 langsam entwickelt, wenngleich der Fremdenverkehr Impulse gegeben hat. In Eisenharz, Eglofs und Ratzenried entstanden bis zur Mitte der 1960er Jahre Neubaugebiete am westlichen bzw. östlichen Ortsrand. In Eglofs erfolgte bis zum Ende der 1970er Jahre eine Erweiterung dieses Gebietes. In den Folgejahren wurden indes in den Teilorten nur vereinzelte Neubauten in unterschiedlichen Ortsrandlagen errichtet. In den Teilorten bestehen verschiedene kleinere, zumeist mit Einzelbetrieben besetzte Gewerbeflächen. Die Teilorte der Gemeinde sind über verschiedene Landes- und Kreisstraßen sowie die B12 und die A96 an den Fernverkehr angeschlossen. Der ÖPNV erfolgt durch den Verkehrsverbund Bodensee-Oberschwaben.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Gemeindegebiet im Übergangsbereich vom niederen Allgäu zu den Allgäuer Vor­bergen, zwischen Unterer und Oberer Argen. Die Grenze hält sich im Norden und Süden, zum Teil auch noch im Оsten an diese beiden Flüsse, weitere Grenzabschnitte folgen rechten Zuflüssen der Oberen Argen. Über den ziemlich tief (60 bis 80 Meter) und vorwiegend auch steil eingeschnittenen Haupttälern breitet sich jüngsteiszeitliches Moränenhü­gelland mit sehr bewegtem Relief in Höhen um 700 Meter aus. Rasch wechseln mehr oder weniger steile Geländewellen und Hügel mit feuchten, zum Teil vermoorten Mul­den. Ihre von Südwesten nach Nordosten verlaufenden Achsen deuten die Fließrichtung der »Argenzunge« des Rheingletschers an. Die Häufung von Seen und die gesteigerte Unruhe der Geländeoberfläche im Mittelteil des Gebiets hängt damit zusammen, dass von Nordwesten nach Südosten die Innere Jungendmoräne hindurchzieht. Für die Talhänge be­sonders der Unteren Argen sind alte Erosionsränder und Talbodenreste charakteri­stisch (»Argenterrassen«).

Wappen von Argenbühl

In Gold (Gelb) ein schwarzer Adler mit einem grünen Lindenzweig im Schnabel.

Beschreibung Wappen

Die Gemeinde ist am 1. Januar 1972 durch Vereinigung von Christazhofen, Eglofs, Eisenharz, Göttlishofen, Ratzenried und Siggen gebildet worden. Während fünf dieser ehemaligen Gemeinden erst im 20. Jahrhundert Wappen festgelegt hatten, konnte Eglofs die Tradition seines Wappens auf das in Abdrücken seit 1474 überlieferte Siegel der „Bürger in Eglofs" zurückführen. Bei den Bürgern der nach ihrem Mittelpunkt Eglofs genannten Grafschaft handelte es sich um eine Gemeinschaft freier Leute, der König Rudolf von Habsburg 1282 Lindauer Stadtrecht verlieh. Aus diesem Grunde trägt der Reichsadler des Wappens einen Zweig der Linde, nämlich der Lindauer Wappenfigur, im Schnabel. An diese Uberlieferung knüpfte die neue Gemeinde Argenbühl an, die in mancher Hinsicht als Nachfolgerin der Selbstverwaltungsorgane der auch im weiteren Umkreis ihres Teilsorts Eglofs ansässig gewesenen Freien angesehen werden kann. Das Innenministerium hat das Wappen und die Flagge am 23. Februar 1973 verliehen.