Liebenstein - Wohnplatz 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Wohnplatz
Liegt auf Gemarkung: Neckarwestheim
Ersterwähnung: 1235 [nach 1235]

Geschichte: Herzogliche Domäne, Schloss und Hof. Von der mittelalterlichen Burg ist der viereckige romanische Bergfried erhalten. Die neueren Schloßgebäude mit Staffelgiebeln und reichen Renaissancebrüstungen entstanden im 16. Jahrhundert. Kapelle von 1590, wohl eine Schöpfung Georg Beers, des Erbauers des Stuttgarter Lusthauses, ein Prachtstück deutscher Renaissance. Steinbild Konrads von Liebenstein (gestorben 1620), vom früheren Kirchhof des Itzinger Hofs. — Adelsfamilie von Liebenstein, noch blühend, seit 1235 genannt, vielleicht staufisches Ministerialengeschlecht (Wappen: von weiß und schwarz dreimal geteilter Schild). Um 1440 teilte sie sich in die Linien des oberen und unteren Hauses; zur ersteren, 1657 erloschen, gehörte Jakob von Liebenstein, 1504-1508 Erzbischof von Mainz. 1673/79 verkaufte die Familie Schloß und Herrschaft — dazu gehörten Schloß und »Städtlein« Liebenstein, Kaltenwesten, Ottmarsheim (Landkreis Ludwigsburg), Itzingen und die Hälfte von Holzweiler (Landkreis Ludwigsburg) — an Württemberg. — Von 1851 bis nach 1860 war hier eine Schule für Ackerbauknechte. — Liebenstein war in älterer Zeit Filial von Itzingen, dann bis zum Dreißigjährigen Krieg Sitz der Pfarrei Ottmarsheim, von der es 1843 zur Pfarrei Neckarwestheim kam. Eine Burgkapelle wird seit 1468 erwähnt.

Name: Schloss Liebenstein
Datum der Ersterwähnung: 1500 [im 16. Jahrhundert]

GND-ID:
  • 4772665-9
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