Neuenstadt am Kocher 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.neuenstadt.de
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Einwohner: 9584
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 233.0
Max. Höhe ü. NN (m): 338.42
Min. Höhe ü. NN (m): 155.14
PLZ: 74196

Das ca. 41,19 qkm große Stadtgebiet von Neuenstadt am Kocher liegt im Nordosten des Landkreises Heilbronn. Es gehört überwiegend zum Naturraum Kocherplatten; im Norden reicht es bis zum Harthäuser Wald, im Süden bis auf die Sulmer Bergebene. Das Gelände durchschneidet der Kocher von Osten nach Westen. Er markiert im Westen an der Grenze zu Oedheim auf rd. 155,1 m NN den tiefsten Punkt; im Süden erreicht das Gelände im Gewann Bergebene bei etwa 338,4 m NN das Höhenmaximum. Die Täler der Kocherzuflüsse, Sulzbach und Brettach, wurden 1982 bzw. 1986 unter Landschaftsschutz gestellt. Der Landesentwicklungsplan ordnet die Stadt der Randzone um den Verdichtungsraum Stuttgart zu. Das altwürttembergische Neuenstadt war Sitz eines Amtes, zu dem auch Cleversulzbach gehörte. Beide wechselten am 18.3.1806 zum Oberamt Neckarsulm und am 1.10.1938 zum Landkreis Heilbronn. Dorthin gelangte auf gleichem Weg das gemmingische Bürg und das deutschordische Kochertürn nach der Mediatisierung 1806. Dagegen wurde das kurmainzische Stein 1803 leiningisch und 1806 badisch. Am 22.6.1807 wurde es dem standesherrlichen Amt Neudenau und am 24.7.1813 dem Zweiten Landamt Mosbach zugewiesen. Am 1.5.1841 kam es zum Bezirksamt Neudenau in Mosbach, am 1.5.1849 zum Bezirksamt Mosbach (25.6.1939 Landkreis). 1973 wurde auch Stein in den Landkreis Heilbronn eingegliedert. Am 1.1.1972, am 1.9.1972 und am 31.12.1972 wurden Cleversulzbach, Kochertürn und Stein nach Neuenstadt eingemeindet, am 1.1.1973 folgte Bürg.

Die Stadt Neuenstadt am Kocher umfasst im Nordosten des Landkreises ein 41,19 Quadratkilometer großes Gebiet. Zu ihr gehören die Stadtteile Neuenstadt, Bürg (mit Hösselinshof), Cleversulzbach, Kochertürn (mit Brambacherhof) und Stein am Kocher (mit Buchhof und Lobenbacherhof). Nachbarstädte und -gemeinden sind Eberstadt, Neckarsulm, Oedheim, Bad Friedrichshall, Neudenau, Harthausen am Kocher und Langenbrettach. Die Entfernung nach Heilbronn beträgt Luftlinie 13 Kilometer. Mit der Anschlussstelle Neuenstadt ist die Stadt an die Autobahn Heilbronn–Würzburg angeschlossen. Der Landesentwicklungsplan ordnet Neuenstadt der Randzone um den Verdichtungsraum Stuttgart zu. Der größte Teil der Gemarkung gehört zum Naturraum Kocherplatten. Diese sind landwirtschaftlich intensiv genutzte, größtenteils lössbedeckte Unterkeuper- und Gipskeuperflächen, die vom Kocher und seinen Nebenbächen durchschnitten werden. Im Nordosten grenzen sie an den Harthäuser Wald, an dessen Ausläufern die Stadt noch Anteil hat. Im Süden reicht Neuenstadt bis auf die Sulmer Bergebene, ein Randgebiet der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge. Der Stadtkern von Neuenstadt liegt auf einem Bergsporn im Mündungswinkel von Kocher und Brettach. Der von Osten kommende Kocher nimmt hier die Brettach auf, der zuvor aus dem Keuperbergland noch Sulzbach, Limbach und Dahenbach zugeflossen sind. In den Kocher münden an größeren Bächen von Norden der Roßbach, Brackentalbach und Gießgraben, von Süden der Wäschbach. Im Norden reicht die Stadt bis an den Kreßbach, der zur Jagst entwässert. Das Gelände senkt sich von 286 Meter über Normalnull im Harthäuser Wald bis auf 154 Meter über Normalnull am Kocher ab und steigt im Süden wieder auf über 300 Meter über Normalnull zur Sulmer Bergebene an; der höchste Punkt wird hier bei 338 Meter über Normalnull im Gewann Bergebene erreicht. Das Kochertal ist bis in den Oberen Muschelkalk eingetieft, allerdings bildet dieser nur noch gegenüber von Gochsen und bei Bürg steilere Hänge, denn nach Westen hin verflacht das Gelände mit dem Einfallen der Muschelkalkschichten zur Heilbronner Mulde hin. Kocher und Brettach mäandrieren in breiten Talauen, die mit Auensedimenten gefüllt sind. Im Kochertal erreichen diese Ablagerungen Mächtigkeiten von mehr als 6 Metern. Die oberen Lagen bestehen aus sandigem und teilweise Geröll führendem Auenlehm, darunter liegen Auensande und Talauenschotter. Nördlich und südlich des Kocher- und Brettachtals stehen unter einer etwa 3 bis 7 Meter mächtigen Löss- und Lösslehmdecke Unterkeuper und Gipskeuper an. Nur kleinflächig, meist an den Flanken der Tälchen, sind die Keuperschichten unverhüllt. Der Gipskeuper tritt erst im Süden, im Anstieg zur Sulmer Bergebene großflächig zutage. Die Hochfläche selbst wird vom Schilfsandstein gebildet. Zwischen Cleversulzbach und Neckarsulm-Dahenfeld reihen sich an der Nordabdachung der Sulmer Bergebene eiszeitliche Großschollenrutschungen aneinander. Beispielhaft ist die Rutschung im Gewann Ob dem Felsen im Grenzbereich zwischen Gipskeuper und Schilfsandstein, die infolge einer Hangunterschneidung durch einen Nebenbach des Dahenbachs mit ausgelöst wurde. Der Schilfsandstein ist hier auf etwa 800 Meter Länge abgeglitten. Gut erkennbar ist auch die Großschollenrutschung im Gipskeuper in den Weinbergen südlich von Cleversulzbach. Der Ortsname Stein rührt von einem rund 10 Meter mächtigen Süßwasserkalkvorkommen (Kalktuff) in der Ortsmitte her, auf dem im Mittelalter die Burg zum Stein stand. Heute steht dort weithin sichtbar die Kirche; der Kalktuff ist an der Böschung stellenweise aufgeschlossen. Er entstand an Quellaustritten durch Ausfällung von Kalk aus kalkhaltigen Wässern des Unterkeupers, deren Einzugsgebiet östlich von Stein liegt. Ein weiteres Kalktuff-Vorkommen befindet sich gut einen Kilometer nordöstlich an einem Quellast des Gießgrabens. Die Quellen sind an eine tektonische Zerrüttungszone gebunden, die im Zusammenhang mit einer das Jagsttal südlich von Herbolzheim querenden Störung steht. Der Kalktuff war ein begehrter Baustein und wurde früher an beiden genannten Orten abgebaut. An Rohstoffen wurden einst auch der Obere Muschelkalk und der Schilfsandstein gewonnen. Hiervon zeugen noch die aufgelassenen Steinbrüche Merzenrain im Muschelkalk südöstlich von Kochertürn und der Schilfsandsteinbruch im Sulzrain-Wald an der Straße Cleversulzbach–Eberstadt. Die Bodennutzung ist weithin von der Landwirtschaft bestimmt (61 Prozent der Gemarkung) und hier besonders vom Ackerbau, der auf den weit verbreiteten Lössböden günstige Bedingungen vorfindet. Nur die Auen und feuchten Mulden werden als Grünland bewirtschaftet. Der Wald beansprucht 23 Prozent und verteilt sich auf die Parzellen Aspen, Löser und Donner, den Rand des Harthäuser Waldes, den Kocherprallhang gegenüber von Gochsen und die Sulmer Bergebene, die vollständig bewaldet ist. Die landschaftliche Vielfalt der an verschiedenen Naturräumen teilhabenden Stadt ist groß. Um sie auf Dauer zu erhalten, wurden das Brettach- und das Sulzbachtal in Landschaftsschutzgebiete einbezogen, die sich in Langenbrettach fortsetzen. Das Brettachtal soll mit seinem gewundenen Flusslauf und den Auenwiesen als Lebensraum einer vielfältigen heimischen Pflanzen- und Tierwelt sowie als Erholungsraum gesichert werden. Das in seinem Oberlauf noch sehr naturnahe Sulzbachtal steht wegen seiner landschaftlichen Schönheit mit waldumrahmter Wiesenaue samt dem Cleversulzbacher Weinberghang und Streuobstwiesen unter Schutz. Nahezu alle Wälder der Gemeinde sowie die Brettach und der Kocher bis zur Brettachmündung wurden in das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 integriert. Gesetzlichen Schutz als Naturdenkmal genießen die flächenmäßig kleineren naturkundlichen Besonderheiten. Neben mehreren markanten, teils geschichtsträchtigen Bäumen stehen als flächenhafte Naturdenkmale der nordexponierte Hangwald am Kocher mit reicher Flora, die Feuchtgebiete Hauptmannswiesen im Sulzrain-Wald und in der Dahenbachaue sowie der aufgelassene Muschelkalksteinbruch Merzenrain mit Kalktuffbildungen und Feuchtbiotop bei Kochertürn unter Schutz. Erholung Suchende finden in allen Teilen der Stadt markierte Wander- und Radwanderwege, Rastplätze sowie Bademöglichkeiten in den Weihern bei Stein.

Die heutige Stadt entstand durch die Kreis- und Gemeindereform, indem die Gemeinden Cleversulzbach (1.1.1972), Kochertürn (1.9.1972) und Bürg (1.1.1973) sowie die zuvor Mosbacher Kreisgemeinde Stein am Kocher (31.12.1972) nach Neuenstadt eingemeindet wurden. Neuenstadt war Sitz eines württembergischen Amts, dem auch Cleversulzbach zugehörte. 1806 kamen beide Orte an das neu gebildete Oberamt Neckarsulm, das zum 1. Oktober 1938 im Landkreis Heilbronn aufging. Denselben Weg gingen das ehedem ritterschaftliche Bürg und das vormals deutschordische Kochertürn. Der Brambacher Hof wurde 1931 nach Kochertürn eingemeindet. Stein gelangte 1806 an Baden. Es gehörte bis 1813 zum gräflich leiningischen Amt Neudenau, bis 1841 zum Zweiten Landamt Mosbach (seit 1832 Bezirksamt), bis 1849 zum großherzoglichen Bezirksamt Neudenau zu Mosbach, dann zum Bezirksamt, seit 1939 Landkreis Mosbach. Mit Hardthausen am Kocher und Langenbrettach bildet Neuenstadt seit 1974 eine Verwaltungsgemeinschaft. In Stein war es 1804/05 zu Unruhen gekommen, nachdem einige Untertanen dem Ortsvorstand und dem dalbergischen Keller den Gehorsam verweigert hatten. 1848/49 wurde der Ort wie die übrigen Stadtteile von der Revolution erfasst; es kam zu Auseinandersetzungen, in die auch die Pfarrer verwickelt waren. Auf Johann Joseph Adam Stein »mit einer guten kirchlichen Gesinnung« folgte der revolutionär gesinnte Johann Michael Wenz. In Cleversulzbach forderten acht Bürger am 8. Mai 1848 den Rücktritt von Ortsvorsteher und Gemeinderat, was jedoch abgelehnt wurde. Auch in Neuenstadt berichtet der Pfarrer von »Versuchen zu Gesetzlosigkeit«. Die Bemühungen der Neuenstädter, am 13. Juni 1849 der Heilbronner Bürgerwehr zu Hilfe zu eilen, schlugen fehl. Der Aufruhr in Kochertürn führte zur Suspendierung des Schultheißen und zur Abschaffung der Gemeindefrondienste. In Bürg gab es Spannungen mit der Grundherrschaft wegen der Schafweide. Im Juli 1848 wurde die Behauptung rechtlich überprüft, ein früherer Herr zu Bürg habe der Gemeinde Wald gewaltsam weggenommen. Während in den katholischen Orten Stein und Kochertürn meist das Zentrum überragende Mehrheiten erhielt, wählten die übrigen Stadtteile bis zur Jahrhundertwende die nationalkonservativen Parteien, vor allem die Deutsche Partei und die Deutsche Reichspartei, aber auch die liberale Volkspartei. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dort der Württembergische Bauernbund zur favorisierten Partei, zunächst in Cleversulzbach, später auch in Bürg. Ebenso lag der Bauernbund im kleinstädtischen Neuenstadt zeitweise knapp vorn. Eine größere Anhängerschaft (circa 25 Prozent) fand hier und in Cleversulzbach auch die SPD. Mit der wirtschaftlichen und politischen Krise schwand das Vertrauen in die überkommenen Parteien, insbesondere der Bauernbund erlitt massive Verluste. Davon profitierten die radikalen Parteien, am linken Rand die KPD, die in Cleversulzbach ihren Anteil kontinuierlich auf 8,6 Prozent steigerte (1932), am rechten Rand die NSDAP; sie erzielte bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 in ihren Hochburgen Bürg und Neuenstadt 76,0 beziehungsweise 70,5 Prozent der Stimmen und damit eines der besten Ergebnisse im Oberamt, in Cleversulzbach 51,6, in Kochertürn 49,5 und in Stein 32,3 Prozent. Mit der Machtergreifung mussten die nunmehr verkleinerten Gemeinderäte im April 1933 neu gebildet werden; maßgeblich waren die Ergebnisse der vorangegangenen Reichstagswahl. So erhielt die NSDAP in Bürg fünf von sechs Sitzen, in Neuenstadt und Kochertürn jeweils drei von sechs. 1933 wurde Otto Lang Bürgermeister in Neuenstadt, ab 1939 in Personalunion mit Kochertürn. Er leistete erfolgreiche Aufbauarbeit für die NSDAP. Politische Gegner schaltete das nationalsozialistische Regime aus; es kam zu Verhaftungen in Neuenstadt, Cleversulzbach und Kochertürn. Spannungen mit dem Kreisleiter Otto Speidel veranlassten den Neuenstadter Stadtpfarrer Gerhard Laiblin, im Juli 1934 die Stelle zu wechseln. Auch in Stein gab es Konflikte zwischen Pfarrer und Jungmännerverein auf der einen und den Nationalsozialisten auf der anderen Seite. Die Arbeitersportvereine in Neuenstadt und Cleversulzbach (1946 neugegründet) überdauerten die NS-Zeit nicht. Darüber hinaus verübten die Nationalsozialisten mit »Euthanasie« und Zwangssterilisierungen Verbrechen, denen mehrere Personen zum Opfer fielen. Die jüdische Gemeinde Stein, die 1933 noch zehn Personen umfasste, wurde im Dezember 1937 aufgelöst. Von ihren letzten Mitgliedern kamen drei in der Deportation ums Leben, die übrigen konnten auswandern. Mit Kriegsbeginn kamen Zwangsarbeiter und Evakuierte in die Stadt. Am 13. April 1945 waren schließlich alle Teilorte durch die Amerikaner eingenommen. Während Cleversulzbach und Bürg (außer Hösselinshof) nahezu unversehrt blieben, erlitten Stein mit Buchhof und Lobenbacherhof, Kochertürn und Neuenstadt schwere Schäden durch Luftangriffe und Artilleriebeschuss. Die Gegend war zum Kampfgebiet geworden, nachdem SS-Leute sich zur Verteidigung in den Orten verschanzt und einen Brückenkopf bei Stein errichtet hatten. In der Gesamtgemeinde waren etwa fünfzig zivile Todesopfer, zahlreiche gefallene Soldaten und Verletzte zu beklagen. Anders als in Stein und Cleversulzbach, wo sich 1945 nach der Absetzung der Vorgänger mit Franz Kratzmüller beziehungsweise dem Landwirt Richard Nef langjährige Bürgermeister fanden, waren in den übrigen Teilorten, vor allem in Neuenstadt, die ersten Nachkriegsjahre durch häufige Wechsel gekennzeichnet. Erst mit den Bürgermeisterwahlen 1948 kehrte auch dort Stabilität ein. In Neuenstadt wurde nach seiner Entnazifizierung Otto Lang, den die Militärregierung 1945 seiner Ämter enthoben hatte, wiedergewählt. In seiner Amtszeit (bis 1954) entstand in der Stadt Unruhe, ausgelöst durch einen Rechtsstreit mit dem früheren NS-Kreisleiter Speidel, dessen hier ausgelagerter Hausrat am 8. und 9. Mai 1945 an die notleidende Bevölkerung verteilt worden war. Von den ersten demokratischen Wahlen 1946 bis heute stand die CDU unangefochten an der Spitze. Ihre besten Ergebnisse erzielte sie in den katholisch geprägten Orten, wo sie bei den Wahlen zur Verfassunggebenden Landesversammlung und den ersten Landtagswahlen von Württemberg-Baden 1946 auf 83,1 beziehungsweise 84,0 Prozent in Kochertürn und 81,8 beziehungsweise 78,3 Prozent in Stein kam. Auch im 2009 gewählten Gemeinderat besetzt sie neun von 21 Sitzen. Zweitstärkste Kraft war zunächst die liberale DVP im Wechsel mit der SPD. Seit dem Niedergang der Liberalen besetzte die SPD diesen Platz bis zum Aufkommen der Grünen in den 1980er Jahren; letztere punkteten vor allem bei den Europawahlen und machten den Liberalen ihren Rang streitig. Erst in der Bundestagswahl 2009 übertraf die erstarkte FDP/DVP erstmals wieder knapp die Sozialdemokraten, die massive Stimmenverluste zu verkraften hatten. Der europäische Gedanke drückt sich in der Mitgliedschaft der Stadt in der Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa aus; 36 europäische »Neustädte« haben sich darin zusammengeschlossen, um zum gegenseitigen Austausch und zu Freundschaften anzuregen.

Wappen von Neuenstadt am Kocher

In Blau oben nebeneinander zwei silberne (weiße) Dreieckschilde, unten ein linksgewendeter silberner (weißer) Kübelhelm.

Beschreibung Wappen

Die unweit der abgegangenen Siedlung Helmbund gegründete Stadt trug noch 1334 den Namen „Niuwenstat zu Heinbünde". Der Helm als die „redende" Wappenfigur des Ortsadels von Helmbund weist auch in dem seit 1334 in Siegeln belegten Stadtwappen auf diesen Namen hin. Die beiden silbernen Schildchen sind dem Wappen der Herren von Weinsberg entnommen, die ursprünglich die Stadtherrschaft innehatten. Abgesehen von stilistischen Wandlungen und Richtungswechseln des Helms blieb das Wappen unverändert. Vorübergehend war es im Siegelbild eines noch 1931 verwendeten Schultheißenamtsstempels dem Stamm einer Linde angeheftet. Letztere bezog sich auf die vielfach zur Unterscheidung von anderen namensgleichen Orten verwendete Bezeichnung „Neuenstadt an der Linde".