Pfaffenhofen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.pfaffenhofen-wuertt.de
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Einwohner: 2275
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 189.0
Max. Höhe ü. NN (m): 411.37
Min. Höhe ü. NN (m): 197.5
PLZ: 74397

Die Gemeinde Pfaffenhofen zählt mit den Teilorten Pfaffenhofen und Weiler zum südwestlichen Landkreis Heilbronn. Der Landesentwicklungsplan weist sie dem ländlichen Raum zu. Das 12,04 qkm große Gemeindegebiet erstreckt sich vom Heuchelberg im Norden zum Stromberg im Süden. Dazwischen öffnet sich der Naturraum des Neckarbeckens nach Westen. Das Gebiet gehört zu den größeren naturräumlichen Einheiten der Gäuplatten; milde Temperaturen und moderate Niederschläge im Regen- und Windschatten des Strombergs erlauben eine intensive landwirtschaftliche Nutzung, vor allem von Sonderkulturen. Die obere Zaber durchquert das Areal von Westen nach Osten; ihr fließen von Süden der Ransbach und der Rodbach, von Norden der Benzbach zu. An der Grenze zu Güglingen markiert die Zaber auf etwa 196 m NN den tiefsten Punkt des Geländes, das im Süden am Brand auf rd. 411 m NN ansteigt. Im Westen hat die Gemeinde geringen Anteil an dem ca. 46 ha großen Naturschutzgebiet Spitzenberg-Michelbach-Baiershälde, das am 21.07.2003 ausgewiesen wurde. Beide Teilorte vergrößerten sich in der Nachkriegszeit nach Westen und Osten, vor allem dehnten sie sich rechts der Zaber aus. Die altwürttembergischen Orte gehörten zum Amt, ab 18.03.1806 zum Oberamt Güglingen. Nach dessen Auflösung am 26.04.1808 kamen sie zum Oberamt Brackenheim (30.01.1934 Kreis), am 1.10.1938 fielen die Gemeinden an den Landkreis Heilbronn. Am 1.01.1972 wurde Weiler nach Pfaffenhofen eingemeindet.

Die Gemeinde Pfaffenhofen (206 Meter über Normalnull) mit den Teilorten Pfaffenhofen und Weiler an der Zaber sowie dem Weiler Rodbachhof und dem Wohnplatz Bogersmühle liegt am südwestlichen Rand des Landkreises. Ihr Gebiet umfasst 12,1 Quadratkilometer. Nachbargemeinden sind Zaberfeld, Eppingen und Güglingen im Landkreis Heilbronn, außerdem Sachsenheim im Landkreis Ludwigsburg. Die Entfernung von Heilbronn beträgt in der Luftlinie etwa 20 Kilometer. Dem Landesentwicklungsplan zufolge gehört die Gemeinde zum ländlichen Raum im engeren Sinn. Pfaffenhofen ist Teil des Zabergäus, das zur größeren naturräumlichen Einheit der Neckar- und Taubergäuplatten gehört. Vom Tal der oberen Zaber westöstlich gequert, erstreckt sich die Gemarkung im Norden bis zu den Schilfsandsteinhöhen des Heuchelbergs und zieht sich im Süden über die Hänge des Strombergs aus Schilfsandstein und Bunten Mergeln hinauf zur Stubensandsteindecke. Dort wird am Brand, unmittelbar bei der Kreisgrenze, mit 411,6 Meter über Normalnull der höchste Punkt erreicht. Dazwischen sind die schmalen Gipskeuperflächen des Zabergäus überwiegend lössbedeckt. Die nur schwer zu bearbeitenden Mergelböden des Gipskeupers sind überwiegend mit Obstwiesen bestanden, die Lössterrassen werden für den Ackerbau, die sonnenseitigen Hänge der Gipskeuperstufe für den Weinbau genutzt. Die Waldbedeckung wurde zugunsten der landwirtschaftlichen Nutzung auf den Talflächen stark zurückgedrängt; sie besteht fast ausschließlich aus Laubwald, insbesondere aus Buchen an den Muschelkalkhängen und Eichen und Hainbuchen auf den Gäuplatten. Klimatisch gehört die Gemarkung zu den begünstigten naturräumlichen Einheiten der Gäuplatten mit milden Temperaturen und moderaten Niederschlägen, die eine intensive landwirtschaftliche Nutzung zulassen. Das Tal ist durch seine Lage im Regen- und Windschatten des Strombergs besonders begünstigt. Am westlichen Ende der Gemarkung fließt von Süden her der Ransbach der Zaber zu; gemeinsam mit den Zuflüssen anderer Gräben speist er den in den 1970er Jahren als Hochwasserrückhaltebecken angelegten Katzenbach-Stausee, der sich als Naherholungsgebiet großer Beliebtheit erfreut. Ein weiterer rechter Seitenbach kommt aus der Steinenklinge und mündet bei der Bogersmühle. Der ebenfalls von Süden vom gleichnamigen Hof her kommende Rodbach ergießt sich unmittelbar bei Pfaffenhofen in die Zaber. Die nordwestliche Gemarkungsgrenze verläuft entlang dem Michelbach beziehungsweise dem Ostufer des von diesem gebildeten Sees. Der von Norden her zwischen den Hängen der Ebertsäcker und der Steingrube fließende Benzbach mündet wie der Rodbach unterhalb des alten Ortskerns von Pfaffenhofen. An ihrem östlichen Ende, dort wo die Zaber sie Richtung Güglingen verlässt, erreicht die Gemarkung bei 196 Meter über Normalnull ihren tiefsten Punkt. Die nördlich der Zaber gelegenen, südexponierten Weingärten am Ochsenberg, am Mühlberg und in der Steingrube sind durch die Flurbereinigung neu geordnet. Südlich von Pfaffenhofen, am Höhenkamm des Strombergs, liegt der Weiße Steinbruch, in dem von 1902 bis 1914 Material für die Trockenmauern der Weinbergterrassen, aber auch die Steine zum Bau vieler Gebäude in der näheren und weiteren Umgebung gewonnen wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte diese Natursteinindustrie ihre Bedeutung verloren und der Weiße Steinbruch von Pfaffenhofen wurde stillgelegt. Neben seiner Bedeutung als Steinlieferant ist er durch zahlreiche Saurier-, Reptilien- und Amphibienfunde bekannt, wie sie in kaum einem anderen Keupersteinbruch in vergleichbarer Vielfalt gefunden wurden. Seine Aufschlüsse reichen vom Trias bis in die Gegenwart.

Wappen von Pfaffenhofen

In Silber (Weiß) eine fleischfarbene Priestertonsur mit schwarzem Haarkranz.

Beschreibung Wappen

Das erste, von 1482 bis 1611 belegte Dorfsiegel lässt im Schild hinter einem Zaun eine menschliche Gestalt erkennen. Nach farbigen Zeichnungen dieses Wappens, deren älteste aus dem Jahr 1535 stammt, stellt dieses Bild einen Priester (Pfaffen) in einem „Hof" dar. Es handelt sich somit um ein „redendes" Wappen. Von 1583 an geben Zeichnungen die jetzige, gleichfalls „redende" Wappenfigur wieder, die - in vereinfachter Form - auch als Marksteinzeichen belegt ist. Nachdem diese Figur in Siegeln des 20. Jahrhunderts infolge eines Missverständnisses zu einer Sonne umgewandelt worden war, kam die Gemeinde 1956 zur Priestertonsur (kahler Schädel mit Haarkranz) zurück. Das Wappen wurde am 13. November 1956 vom Innenministerium bestätigt, die Flagge am 31. Januar 1980 vom Landratsamt verliehen.

GND-ID:
  • 4315135-8
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