Künzelsau 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.kuenzelsau.de
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Einwohner: 14709
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 196.0
Max. Höhe ü. NN (m): 450.6
Min. Höhe ü. NN (m): 201.98
PLZ: 74653

Die Kreisstadt Künzelsau, in der ungefähren Mitte des Hohenlohekreises gelegen und mit ihrem Gebiet an seinen östlichen Rand reichend, erstreckt sich mit neun Teilorten über die vom Kocher zerschnittenen Muschelkalkhochflächen der Kocher-Jagst-Ebenen. Der höchste Punkt liegt auf 450 m über NN im nördlichen Teil des Stadtgebietes, der tiefste Punkt bei 201 m im Kochertal. Durch die napoleonische Neuordnung gelangten die Teilorte 1806 an Württemberg, das sie verschiedenen Oberämtern zuteilte. 1809 wurden alle im Oberamt Ingelfingen vereinigt, dessen Sitz 1811 nach Künzelsau verlegt. Aus diesem ging 1938 der Landkreis Künzelsau hervor. Nur Gaisbach kam zum Oberamt bzw. Landkreis Öhringen. 1973 gingen beide Landkreise im Hohenlohekreis auf. Die im Krieg wenig zerstörte Kernstadt nahm nach 1945 einen deutlichen Aufschwung. Ab 1950 begann die großfläche Bebauung der Nordflanke des Kochertals, die in mehreren Phasen nach Osten vorangetrieben wurde. Zwischen 1954-1966 wurden auch die Talflächen erschlossen und dann weitere Flächen im Norden und Westen bebaut. Ab 1990 begann die Bebauung des Wohngebietes Taläcker auf der südlichen Hochfläche, das wegen der Verekhrslage durch eine Standseilbahn mit der Stadt verbunden wurde. Die Altstadt wurde ab 1974 saniert. Durch die Lage an einem Flussübergang zwischen zwei alten, überregionalen Fernverkehrslinien hatte die Stadt früh Bedeutung. Die 1892 eröffnete Bahnlinie wurde 1995 stillgelegt. Der öffentliche Personennahverkehr erfolgt seitdem mit Buslinien.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Die breite Gemarkung ist einmal an der zur Hohenloher Ebene zählenden Kupferzeller Ebene um Gaisbach südlich des Kochers beteiligt, zum anderen an der den Ohrnwaldriedeln folgenden Muschelkalkplatte der östlichen Kocher-Jagst-Riedel. Sie dehnt sich zwischen dem Kocher, der das Gebiet im Südwesten schneidet, und der am östlichen Gemarkungsrand vorbeifließenden Jagst aus. Auf den Hochflächen beiderseits des tief eingeschnittenen Kochertals sind über dem Hauptmuschelkalk - er bildet fast überall die Talkanten - Reste der Decke aus Lettenkeuper und Löß erhalten. Bis tief in den Unteren Muschelkalk eingeschnitten, zieht das Kochertal von Süden her durch die Gemarkung nach Norden und wendet sich dann in einem großen Bogen nach Westen. Das breite Tal mit den steilen Hängen besitzt bei Nagelsberg, ehe der Kocher das Gemarkungs gebiet wieder verläßt, einen besonders ausgeprägten Prallhang. Im Wasserscheidengebiet zwischen Kocher und Jagst östlich Steinbach entwässern unter anderem Buchenbach und Speltbach zur Jagst, der Steinbach im Westen mit dem Deutbach dagegen zum Kocher. Die Bäche schneiden sich hierbei in den Muschelkalk ein, ebenso auf der Kupferzeller Ebene nahe Gaisbach die Täler von Kupfer, Künsbach und Kuhbach, während die Oberläufe im Lettenkeuper flache Mulden abgeben.

Wappen von Künzelsau

In Blau auf silberner (weißer) Schüssel das bärtige goldene (gelbe) Haupt Johannes des Täufers.

Beschreibung Wappen

Das abgeschlagene Haupt des Kirchenpatrons Johannes des Täufers auf einer Schüssel ist schon in den seit 1525 auftretenden Künzelsauer Siegeln zu sehen, während die Farben des Stadtwappens vermutlich erst im 18. oder 19. Jahrhundert festgelegt worden sind. Übrigens weisen -beziehungsweise wiesen zur Zeit ihrer kommunalen Selbständigkeit - auch die Wappen der benachbarten Städte Forchtenberg, Ingelfingen, Niedernhall, Öhringen und Sindringen Bilder oder Attribute der jeweiligen Kirchenheiligen auf.

GND-ID:
  • 4033454-5