Oberkessach - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0976

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Der Ort dehnt sich an den Hängen und in der Talaue des Kessachtals aus. östlich entstand im Gebiet »Gässle« 1973 etwas Industrie.
Historische Namensformen:
  • Chessaha 0976
  • Kessach 1244
  • Kessach superior 1286
Geschichte: 976 Chessaha, 1244 Kessach, 1286 Kessach superior, Name ungeklärt. Ort der frühen Ausbauzeit. 976 schenkte Kaiser Otto II. der Wormser Kirche die Abtei Mosbach mit den dazugehörigen Orten, darunter Chessaha. Bischof Hazecho von Worms verlieh nach 1024 dem Stift Wimpfen Besitz in Oberkessach, das in den Quellen nicht immer von Unterkessach (Landkreis Heilbronn) zu unterscheiden ist. Später war Oberkessach Bestandteil der Herrschaft Boxberg, deren Lehensleute die Rosseriet (Rossach) und Berlichingen waren. Seit dem 12. Jahrhundert erwarb Kloster Schöntal, das bereits 1176 hier eine Grangie hatte, fast alle Güter und Rechte in Oberkessach, das zur kurmainzischen Zent Ballenberg gehörte. Im Bauernkrieg wurde Oberkessach fast völlig zerstört, die Kirche entweiht. 1803 fiel Oberkessach mit Schöntal an Württemberg, 1804 an Salm-Reifferscheid, 1806 wieder an Württemberg. Es gehörte bis 1810 zum Oberamt Schöntal, bis 1811 zum Oberamt Neckarsulm, danach zum Oberamt, seit 1938 Landkreis Künzelsau.

Ersterwähnung: 1287
Kirchengeschichte: Die Pfarrei war ursprünglich Filial von Bieringen, seit 1287 selbständig unter schöntalischem Patronat. Die katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist wurde 1782/83 als schlichter rechteckiger Saal an den spätgotischen Turm der älteren Kirche neu angebaut. Evangelische zu Schöntal.
Patrozinium: St. Johannes Baptist
Ersterwähnung: 1782 [1782/83]

GND-ID:
  • 7829412-5
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