Ottendorf - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Liegt auf Gemarkung: Gaildorf
Ersterwähnung: 1091

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Links des Kochers breitet sich Ottendorf in einer Talweitung aus. Eine neue Wohnsiedlung (1950/60) verbindet den Ort im Norden mit dem Wohnplatz Niederndorf.
Historische Namensformen:
  • Vodendorf 1091
  • Öt(t)endorf 1804 [bis 1804]
  • Ödendorf 1884 [bis 1884]
Geschichte: 1091 (Кор. 12. Jahrhundert) Vodendorf (Ottendorf trug also denselben Namen wie das benachbarte Eutendorf), Personenname, bis 1804 Öt(t)endorf, bis 1884 Ödendorf. Wahrscheinlich im 7. Jahrhundert als fränkische Königssiedlung von Westheim aus angelegt. Zunächst wenigstens teilweise im Besitz der ortsansässigen, seit 1348 genannten Niederadelsfamilie. Nach deren Aussterben veräußerten die Erben seit 1399 die Burg mit Gütern und Rechten an Kloster Murrhardt und Limpurg. 1439 gehörte die Burg zu je 1/3 dem Kloster Murrhardt, Limpurg und den von Münkheim, 1523 war die Burg unbewohnt, 1582 abgegangen. Von der Vogtei besaßen 1439 Murrhardt 2/3, Limpurg 1/3, die hohe Gerichtsbarkeit war zwischen beiden geteilt, nach Vertrag von 1593 wechselte sie zwischen dem Murrhardter Rechtsnachfolger Württemberg und Limpurg von Fall zu Fall. 1795 erhielt Ottendorf das Recht auf zwei Jahrmärkte. Der Murrhardter Teil war seit der Reformation der württembergischen Pflege Westheim zugeteilt, der limpurgische kam 1806 an Württemberg, Oberamt Hall, 1808 zum Oberamt Gaildorf, wozu der früher murrhardtische schon seit 1807 gehörte, 1938 zum Landkreis Backnang.

Ersterwähnung: 1347
Kirchengeschichte: Kirchlich wohl seit alters Filial von Westheim (die 1248 genannte, Kloster Comburg gehörende Kirche in Otendorf ist wohl eher Eutendorf); die 1347 vorkommende Kirche St. Martin wird als Filialkirche von Westheim bezeichnet. Da dieses hallisch war, hatte der Pfarrer in Ottendorf die württembergische, in Westheim die hallische Kirchenordnung zu befolgen. Seit 1898 wieder eigene Pfarrei. Evangelische Pfarrkirche, spätgotisch, 1452 anstelle einer früheren erbaut, mit Maßwerkfenstern, Sternrippengewölbe im Turmuntergeschoß, Turm und Schiff 1872 und 1903 verändert, ehemalige Wehrkirche in beherrschender Lage über dem Kocher, Kirchhofbefestigung noch 1595 vorhanden. Kirche und Burg bildeten eigenen Bezirk. Katholiken zu Gaildorf.
Patrozinium: St. Martin
Ersterwähnung: 1347

GND-ID:
  • 4584204-8
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