Gerabronn 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.gerabronn.de
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Einwohner: 4207
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 104.0
Max. Höhe ü. NN (m): 496.41
Min. Höhe ü. NN (m): 298.34
PLZ: 74582, 74585

Das 40,39 qkm große Stadtgebiet von Gerabronn im Norden des Landkreises Schwäbisch Hall ist naturräumlich zweigeteilt. Der Nordosten mit der Kernstadt gehört zur leicht hügeligen Hochfläche der Hohenloher-Haller Ebene, der Südwesten zu den Kocher-Jagst-Ebenen. Sein Höhenmaximum erreicht das Gelände mit etwa 492 m NN nordwestlich von Oberweiler im Wald Eckertshagen, der mit 298 m NN tiefste Punkt ist am Übergang der Jagst über die westliche Stadtgrenze bei Hürden. Bereits 1938 wurde ein 7,2 ha umfassendes Areal der Reiherhalde Morstein auf der Gemarkung Dünsbach, die über Jahrhunderte Brutplatz von Graureihern war, als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Gerabronn, dessen alter Ortskern einen kreisförmigen Grundriss aufweist, wurde zwar schon 1369 als Stadt bezeichnet, erhielt das Stadtrecht aber erst 1886. Die vormals ansbachischen bzw. preußischen Gemeinden Amlishagen, Gerabronn und Michelbach an der Heide fielen 1806 an Bayern, zugleich gelangte das bis dahin den Herren von Crailsheim zugehörige Dünsbach an Württemberg. 1810 gehörten alle vier Orte zu Württemberg, das im Jahr darauf Gerabronn zum Sitz eines Oberamtes erhob. Am 1. Januar 1972 wurde Amlishagen, zu Jahresbeginn 1973 Dünsbach und Anfang 1975 Michelbach an der Heide nach Gerabronn eingemeindet, das heute als Unterzentrum eingestuft ist. Das heutige Gemeindegebiet, seit 1938 dem Landkreis Crailsheim zugeteilt, fiel mit dessen Aufhebung im Zuge der Kreisreform zum Jahresbeginn 1973 an den erweiterten Landkreis Schwäbisch Hall.

Der Hauptteil der Gemarkung zählt zu den Lettenkeuperhochflächen der Kocher-Jagst-Ebenen, die hier von dem breiten, bis in den Mittleren Muschelkalk über 100 m eingetieften Jagsttal gegliedert werden. Südlich des Flusses liegt Dünsbach auf den sogenannten Östlichen Kocher-Jagst-Riedeln (Rücken), nördlich davon Michelbach an der Heide auf den Bartenstein-Langenburger Platten. Bei Gerabronn geht das östliche Gemarkungsgebiet in der Blaufelden-Gerabronner Ebene mit Amlishagen in die weniger zertalte Hohenloher Ebene über. Die meist landwirtschaftlich genutzten Lettenkeuperhochflächen zeigen Reste einer Bedeckung von Löß und Feuersteinlehmen sowie Verkarstungserscheinungen. Zeitweilig folgt die Gemarkungsgrenze im Nordosten den Muschelkalktälern von Blaubach und Brettach, ehe diese innerhalb der Gemarkung in die Jagst einmündet. Auf einer Brettach-Insel 1 km nördlich Beimbach tritt Mineralwasser (Natrium-Calcium-Chlorid-Sulfat-Wasser) aus, das dem Mittleren Muschelkalk entstammt.

Wappen von Gerabronn

In von Silber (Weiß) und Schwarz geviertem Schild im ersten und vierten Feld je ein aufspringendes schwarzes Roß.

Beschreibung Wappen

Dem angeblich seit 1545 geführten Stadtwappen liegt der von Silber und Schwarz gevierte „Zollernschild" der Markgrafen von Branden-burg-Ansbach zugrunde. Als Unterscheidungsmerkmal zum Stammwappen der Stadtherren zeigt das Stadtwappen die beiden Rosse, die sich — der Tradition zufolge — auf die einst bedeutende Pferdezucht beziehen. Während in früheren Darstellungen des Wappens von Gerabronn, so in einer farbigen Abbildung von 1719, silberne Rosse in unterschiedlicher Stellung auf den schwarzen Feldern des Zollernschildes wiedergegeben sind, erscheinen die Rosse spätestens seit 1902 schwarz auf den silbernen Feldern. Diese Form und die Darstellung steigender Rosse wurde 1953 durch Gemeinderatsbeschluss verbindlich eingeführt. Das Landratsamt hat die Flagge am 16. Mai 1980 verliehen.

GND-ID:
  • 4433386-9
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