Bächlingen - Altgemeinde~Teilort 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1226

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Das geschlossene Haufendorf am rechten Talhang der Jagst besitzt stattliche Hofanlagen und eine Siedlungserweiterung an der Straße nach Langenburg.
Historische Namensformen:
  • Bechelingen 1226
Geschichte: 1226 Bechelingen, Personenname, gehört zur ältesten Siedlungsschicht. Ursprünglich Hauptort des Bezirks, später durch Langenburg überholt. Anscheinend waren bereits die konradinischen Herzöge von Franken und Schwaben hier begütert, denn aus deren Erbe hatte 1077 Liutold von Achalm Besitz in dieser Gegend. Auch das Hochstift Würzburg besaß sehr früh Lehen in Вächlingen, ebenso das Stift Neumünster zu Würzburg. 1226 gehörte der Hauptteil zu Langenburg und kam mit diesem 1234 an Hohenlohe, das seine Rechte unter anderem durch 1340 noch ansbachischen Besitz erweiterte. Als hohenlohische Lehenträger saßen hier die 1257 — 1475 bezeugten Rezze von Bächlingen, deren Besitz an Hohenlohe heimfiel. Die abgegangene Burg lag am Ortsausgang nach Langenburg. Hohe und niedere Gerichtsbarkeit war immer in der Hand der Herrschaft Langenburg. 1806 fiel Bächlingen an Württemberg: bis 1938 Oberamt Gerabronn, dann Landkreis Crailsheim.

Ersterwähnung: 1285
Kirchengeschichte: Die erstmals 1285 genannte Kirche (1335: Maria und beide Johannes) gehört zu den ältesten der Gegend; von ihr dürften vor 1000 Michelbach an der Heide, vor 1285 Billingsbach und Obersteinach abgetrennt worden sein. Hörlebach zählte bis 1437, Dünsbach und Morstein bis 1552, Langenburg bis 1553 zum Sprengel. Das Patronat besaß das Stift Neumünster zu Würzburg; nach der Reformation wurde 1553 der Pfarrsitz nach Langenburg verlegt, womit das würzburgische Patronat als erloschen galt. 1576 erhielt Bächlingen wieder eine eigene Pfarrei unter hohenlohischem Patronat. Evangelische Pfarrkirche im ummauerten Friedhof; in der heutigen Gestalt aus dem 14. Jahrhundert Turmchor mit Rippenkreuzgewölbe, Wandgemälde von 1320/40. Spätgotisches Schiff mit Fachwerkaufbau von 1580, erneuert 1721. Tonnengewölbte Sakristei. Grabstein eines Rezzo von B. (gestorben 1320). Katholiken zur Pfarrei Gerabronn.
Patrozinium: St. Maria und beide Johannes
Ersterwähnung: 1335

GND-ID:
  • 4668050-0
Suche