Hengstfeld - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1230

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Langgestreckt beiderseits der Hauptstraße liegt das Dorf mit einer Reihe größerer Höfe auf der Hochfläche links der Brettach. Außer älteren Ortserweiterungen nach Süden und Westen hin entstand nordwestlich im Gewann »Zinnhöhe« (1960) ein neues Wohngebiet.
Historische Namensformen:
  • Hengesfelt 1230
  • Hengestvelt 1312
Geschichte: 1230 Hengesfelt, 1312 Hengestvelt, Personenname oder »Hengstwiese«, Ausbauort. Um 1230 in der Hand der Hohenlohe, deren Lehensleute von Hengstfeld bis 1312 als Inhaber der nördlich der Kirche stehenden Burg bezeugt sind. Nach deren Erlöschen kamen Burg und Zubehör an die Dürre von Crailsheim, über deren Erben 1356 an die von Wollmershausen, die bis 1708 Hauptbesitzer von Hengstberg blieben. Ansbach, schon 1430 begütert, erwarb 1472 vormals Bebenburger Besitz; im 16. Jahrhundert erhielt es durch die Reformation des Klosters Anhausen den diesem durch die von Leukershausen geschenkten Anteil. Das hohe Gericht erwarben die von Wollmershausen; die hohe Obrigkeit ging von Hohenlohe an Ansbach über, daraus entstandene Streitigkeiten wurden 1578 vertraglich geregelt: die oberen Hoheitsrechte wurden gemeinsam ausgeübt. Das Rittergut Hengstfeld war dem fränkischen Ritterkanton Odenwald eingegliedert; da Burg und Ort 1449 im Städtekrieg zerstört worden waren, fehlte eine Herrenwohnung. Nach dem Erlöschen der von Wollmershausen fielen deren Eigengüter an verschiedene Erben, die hohe Gerichtsbarkeit und die Lehen an Ansbach, dessen Rechtsnachfolger Preußen auch das Rittergut seiner Landeshoheit unterwarf. Die Vogtei war zwischen den Grundherren geteilt, zu denen mit geringen Anteilen auch die von Crailsheim und schon seit 1450 Rothenburg gehörten. 1806 wurde Hengstfeld bayer., 1810 württembergisch, Oberamt Gerabronn, 1938 Landkreis Crailsheim.

Name: Burg der von Hengstfeld

Ersterwähnung: 1285
Kirchengeschichte: Die Pfarrkirche St. Lambert (so 1756) wird erstmals 1285 erwähnt. Das Patronat, zuerst comburgisch, dann würzburgisch, war zur Hälfte als Lehen an die von Crailsheim vergeben, die andere Hälfte, Lehen der von Wollmershausen, fiel 1708 an Würzburg heim. — Die evangelische Pfarrkirche wurde mehrmals durch Brand zerstört, zum Beispiel 1547 im Schmalkaldischen Krieg. Der heutige Bau wurde 1837 errichtet, aus dem Mittelalter ist nur der untere Teil des ehemaligen Chorturms erhalten. 1901 wurde der Turm zur jetzigen Höhe von 47 m aufgestockt. Bei der Renovierung 1969/70 wurde der Chorbogen wieder geöffnet. Katholiken zur Pfarrei Rot am See.
Patrozinium: St. Lambert
Ersterwähnung: 1756

GND-ID:
  • 7653486-8
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