Münster - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1193

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Um 1830 lag der Kern des am westlichen Neckarufer entstandenen Orts zwischen den Bahnanlagen, Fulda-, Elbe-, Oder-, Neckartalstraße, Argen-, Schussengasse und Enzstraße. Er dehnte sich bis 1910 nach Westen und Nordwesten hin aus. Die im Nordwesten und Südwesten während der 1930er Jahre begonnenen Wohnsiedlungen wurden teilweise nach dem zweiten Weltkrieg (1950/58) erweitert. An der Bahnlinie ließ sich seit 1900 im Bezirk Nagold-/Neckartalstraße Industrie nieder.
Historische Namensformen:
  • monasterium 1193
  • Munster 1270
Geschichte: 1193 monasterium, 1270 Munster. Der Name sicher auf einen älteren Ort übertragen und wohl von einer unbekannten geistlichen Niederlassung stammend. Reihengräberfelder im Norden des Ortskerns innerhalb der Ruinen einer römischen Villa und 700 Meter weiter im Nordwesten. Ein dritter Fundplatz nicht mehr sicher zu lokalisieren. 1193 erlaubte König Heinrich VI. dem Kloster Lorch, die abgegangene Mühle zu Münster wieder aufzubauen. Der Ort gehörte wohl schon zum Staufischen Stiftungsgut des Klosters, und eine Pflege verblieb bis 1807 beim württembergischen Klosteramt Lorch, während das Dorf seit der Reformation zum Oberamt Cannstatt zählte. 1931 eingemeindet. Das Haus des Pflegers wurde 1812 zum Schloss des Ministers Ferdinand Graf Zeppelin, 1943 zerstört.

Ersterwähnung: 1889 [vor 1889]
Kirche und Schule: Die Kirche St. Ottilien, Lorcher Patronatspfarrei, 1889 durch neugotischen Bau ersetzt, 1943 zerstört. An anderer Stelle evangelische Dreifaltigkeitskirche von 1954/55; Katholische Kirche St. Ottilien, 1913/18 erbaut; Pfarrei seit 1925.
Patrozinium: St. Ottilien

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