Finsterlohr - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1224

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Die Ortschaft liegt am Ende eines tief in den Muschelkalk eingeschnittenen linken Seitentälchens der Tauber.
Historische Namensformen:
  • Vinsterloch 1224
  • Vynsternbuch 1345
Geschichte: 1224 Vinsterloch, loch = Waldstück, 1345 Vynsternbuch, verschrieben. Eine Niederadelsfamilie von Finsterlohr, meist in hohenlohischem Lehensverhältnis, seit 1224 bezeugt, starb 1568 aus. Sie war seit Anfang des 14. Jahrhunderts in zahlreichen Orten, meist um Mergentheim, aber auch um Gerabronn, begütert oder belehnt, scheint jedoch ihren Besitz in Finsterlohr frühzeitig verloren zu haben. Hier hatten im 14. —16. Jahrhundert die mit ihr verschwägerten von Leuzenbronn und von Seldeneck als würzburgische, hohenlohische und brandenburg-nürnbergische Lehensleute Güter und Rechte. Eine Burg wird bei der Kirche vermutet. Die Herrschaft ging wohl noch im 15. Jahrhundert an die Reichsstadt Rothenburg über. Hohenlohe-Weikersheim hatte noch 1604 Untertanen; der Deutschorden verkaufte 1460 Einkünfte. Rothenburg erwarb spätestens im 15. Jahrhundert den Ort mit der ganzen Obrigkeit. Finsterlohr fiel 1803 an Bayern, 1810 an Württemberg und gehörte seitdem zum Oberamt/1938 Landkreis Mergentheim.

Ersterwähnung: 1352
Kirchengeschichte: Kirchlich war Finsterlohr ursprünglich vielleicht von Burgstall, dann von Leuzenbronn abhängig. Ein Pfarrer ist 1352 genannt. Patronat wohl bei der Ortsherrschaft. Evangelische Pfarrkirche unbekannten Patroziniums, Chorturmkirche in burgartiger Lage mit Resten ehemaliger Befestigung. Kreuzrippengewölbter romanischer Turmchor, halbrunder Triumphbogen, flachgedecktes gotisches Schiff. Zur Pfarrei zählen außer Burgstall und Schonach auch Wolfsbuch und Weiler (vergleiche Creghngen-Blumweiler). Katholiken zu Creglingen.
Patrozinium: unbekannt

GND-ID:
  • 4478383-8
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