Lichtel - Wohnplatz 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Wohnplatz
Liegt auf Gemarkung: Oberrimbach
Ersterwähnung: 1224

Historische Namensformen:
  • Lichtal 1224
Geschichte: 1224 Lichtal (Ortsname nicht sicher gedeutet). Im 13. Jahrhundert Besitz der Herren von Hohenlohe. Burg 1235 dem Erzstift Köln zu Lehen aufgetragen. 1324 vermachte Hohenlohe Burg und Dorf Lichtel mit allen Rechten dem Deutschen Orden, vorübergehend Sitz eines Ordensgeistlichen. Seit 1340 war das Hochstift Würzburg Mitbesitzer, ab 1349/50 überwiegender Inhaber der Herrschaft Lichtel. Im 14. Jahrhundert nannten sich hohenlohische Vasallen nach Lichtel und hatten um 1350 Anteil an Burg und Herrschaft. Daneben besaß auch Hohenlohe noch Rechte an der Burg. 1353 erhielt Lichtel Marktrecht mit Befestigung, Stock und Galgen, Zwing und Bann und allen Freiheiten der nächstgelegenen Reichsstadt. 1399 Verkauf der gesamten Herrschaft mit Halsgericht, Vogtei, Kirchensatz und allen Leuten an die Stadt Rothenburg. Im Städtekrieg 1381 wurde die Burg Lichtel verbrannt, 1407/08 endgültig zerstört. Reste der Befestigung des Ortes Lichtel (Graben) sind erhalten. 1803 kam Lichtel mit Rothenburg an Bayern, 1810 an Württemberg, seitdem Oberamt/Landkreis Mergentheim. — Das Patronat der Kirche in Lichtel (1342 erstmals als Pfarrkirche genannt, wahrscheinlich St. Nikolaus), im 13. Jahrhundert bei Hohenlohe-Brauneck, 1324 an den Deutschen Orden, gegen die Mitte des Jahrhunderts zwischen Deutschem Orden und Hohenlohe strittig, kam 1349 an das Hochstift Würzburg, das Hohenlohe damit belehnte. 1399 Kirchensatz zusammen mit der Herrschaft Lichtel an Rothenburg. Evangelische Pfarrkirche, zugleich für Oberrimbach, zur Zeit von Schmerbach aus versehen; frühgotisch mit Ostturm, 1817 und 1860 renoviert.

Name: Befestungsreste der Burg Lichtel
Datum der Ersterwähnung: 1224

GND-ID:
  • 4770167-5
Suche