Schäftersheim - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1146

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
An der Einmündung des Nassauer Bachs in die Tauber wird der Ort durch die zusammenfließenden Gewässer und die nördlich verlaufende Straße begrenzt. Die Wachstumsspitze im Norden »Hofstelze/Kirchäcker« entstand 1961.
Historische Namensformen:
  • Scheftersheim 1146
Geschichte: 1146 Scheftersheim, von Personenname. Ort der frühen fränkischen Zeit. Grundherrschaft im Hochmittelalter nicht einheitlich, Kloster Comburg und Stift Neumünster in Würzburg beteiligt. Besitz der Herren von Toggenburg, die eventuell mit den Grafen von Comburg verwandt waren, kam an die Staufer. Herzog Friedrich IV. gründete vor 1167 darauf ein Prämonstratenserinnenkloster. Es wurde 1172 unter kaiserlichen Schirm, ausgeübt durch den jeweiligen Vogt in Rothenburg, gestellt. 1244 beim Kauf der Comburger Güter sind die Hohenlohe erstmals in Schäftersheim nachzuweisen. Sie übten spätestens seit dem Interregnum den Klosterschutz aus. 1303 — 1316 örtliches Niederadelsgeschlecht in hohenlohischer Vasallität. Die Ortsherrschaft, dem Kloster gehörig, fiel durch die Reformation an Hohenlohe zurück. Amt und Zent Weikersheim. Seit 1806 bei Württemberg. Ab 1809 Oberamt, 1938 Landkreis Mergentheim.

Ersterwähnung: 1403
Kirchengeschichte: Schäftersheim gehörte zur Pfarrei Weikersheim. Filialkirche St. Nikolaus, also wohl comburgische Stiftung, seit 1403 eigene Pfarrei unter hohenlohischem Patronat. Evangelische Pfarrkirche, romanischer Chorturm, gotisches Schiff. Katholiken zu Weikersheim. — Das Kloster St. Marien (1261) zu Schäftersheim unterstand der Aufsicht des Abtes von Oberzell bei Würzburg. Sein Besitz lag zerstreut im Einzugsbereich der mittleren Tauber, des oberen Grünbachs und südöstlich Uffenheim. Im allgemeinen Versorgungsanstalt für Töchter aus der hohenlohischen Verwandtschaft und Vasallität, wurden ihm 1253 beziehungsweise 1324 die kleineren Klöster Kreuzfeld bei Schrozberg und Lochgarten bei Nassau inkorporiert. Nach dem Tod der letzten Meisterin 1553 zog Hohenlohe die Güter ein, mußte sie aber 1630 — 1648 mit Ausnahme der Schwedenzeit den Prämonstratensern von Oberzell überlassen. Zum Teil schon im Bauernkrieg, in der Masse im späten 16. Jahrhundert wurden die eigentlichen Klostergebäude zerstört. Erhalten blieb nur der Wirtschaftshof.
Patrozinium: St. Nikolaus / St. Marienkloster
Ersterwähnung: 1403

GND-ID:
  • 4118468-3
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