Schillingstadt - Altgemeinde~Teilort 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0769

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Dicht bebaut ist das Haufendorf in Muldenlage an dem zur Jagst entwässernden Hasselbach. Seit 1970 besteht das Wohngebiet im Gewann »Heuacker«.
Historische Namensformen:
  • Scillingestat 0769
Geschichte: 769 — 773 (Кор. 12. Jahrhundert) Scillingestat, von Personenname. Siedlung bereits im 7. Jahrhundert durch Reihengräberfriedhof, im 8. Jahrhundert durch Lorscher Besitz bezeugt. Im 13. Jahrhundert in der Hand der Herren von Boxberg und eines von ihnen abhängigen, 1228 — 1245 belegten örtlichen Ministerialengeschlechts. Die weitere Herrschaftsentwicklung wie bei Boxberg, also nach Erwerb von den Johannitern (1381) durch die Rosenberg der Pfalz zu Lehen aufgetragen, 1523 von Pfalz erworben, 1547 den Rosenberg zurückerstattet. 1561 die Landesherrschaft endgültig an Kurpfalz. Oberamt und Zent Boxberg. Den Rosenberg verblieb bis zu ihrem Aussterben die Hälfte der Ortsherrschaft als pfälzisches Lehen. Mit Boxberg 1691 — 1732 an das Hochstift Würzburg, 1732 — 1740 an den Deutschorden verpfändet. 1803 an Leiningen, 1806 unter badische Souveränität. Schillingstadt war befestigt, das letzte der drei Tore 1833 abgebrochen. 1813 Вezirksamt Boxberg, 1857 Вezirksamt Krautheim, 1864 Вezirksamt Boxberg, 1872 Вezirksamt Tauberbischofsheim, 1898 Вezirksamt Boxberg, 1924 Вezirksamt Adelsheim, 1936 Bezirksamt/Landkreis Buchen.

Kirchengeschichte: Die Pfarrei, zunächst durch die Rosenberg, die auch das Patronat innehatten, dem Luthertum zugeführt, wurde 1588 durch die Kurpfalz calvinistisch. Seit 1702 gehört Schwabhausen als Filiale endgültig dazu. Diasporaorte sind Ober- und Unterwittstadt sowie Ballenberg. Kirche von 1767, gotischer Chorturm. Kleine katholische Kirche St. Josef von 1776 mit Dachreiter. Einst Filiale von Windischbuch, heute von Berolzheim.
Patrozinium: St. Josef
Ersterwähnung: 1776

GND-ID:
  • 7675784-5
Suche