Hohenstadt - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1140 [um 1140/50]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Auf der Liashochfläche, unmittelbar an dem zum Kochertal steil abfallenden Stufenrand dehnt sich der Ort nach Süden hin aus. Das Neubaugebiet »Hintere Wiesen« besteht seit 1964.
Historische Namensformen:
  • Hummstat 1140 [um 1140/50]
  • Hohenstat 1235
Geschichte: Um 1140/50 Hummstat (?), 1235 Hohenstat. Schloß der Grafen Adelmann, 1625 anstelle einer mittelalterlichen Burg mit zwei Ecktürmen erbaut, um 1770 erhöht und neu ausgestattet. Viergeschossiger Vierflügelbau; repräsentatives Stiegenhaus, Rittersaal, Schloßgarten von 1756 in französischer Manier. Ortsadel vielleicht schon im 12., sicher im 13. Jahrhundert. Als öttingische Lehenleute saßen hier 1361-1366 die von Westerstetten, 1376-1407 die von Wöllwarth. Von diesen kaufte 1407 Conz Adelmann Burg und Dorf Hohenstadt samt Gericht und Zubehör. Im selben Jahr kam die Hälfte der Herrschaft als Mitgift einer Tochter an Georg Schenk von Schenkenstein, der 1408 die andere Hälfte hinzukaufte. Von seinen Nachfahren erwarb Hieronymus Adelmann 1530 die Herrschaft Hohenstadt zurück. 1806 an Württemberg; Oberamt, seit 1938 Landkreis Aalen. Hier wurde 1640 Johann Christof Adelmann geboren, der als Fürstpropst von Ellwangen (1674 — 1687) mit dem Bau der Kirche auf dem Schönenberg bei Ellwangen begann.

Name: Schloss der Grafen Adelmann (vormals mittelalterliche Burg)
Datum der Ersterwähnung: 1625

Ersterwähnung: 1407
Kirchengeschichte: Hohenstadt war wohl in älterer Zeit kirchliches Filial von Schechingen. 1407 wird eine Kapelle erwähnt, wohl St. Patrizius, dessen Gnadenbild später das Ziel bedeutender Wallfahrten war. Das Patronat kam 1501 durch Tausch von Öttingen an die Schenkenstein, die es 1530 mit der Herrschaft an die Adelmann verkauften. Die Errichtung einer Pfarrei könnte mit der von den Adelmann 1579 eingeführten Reformation zusammenhängen. 1636 rekatholisierten diese den Ort und schufen 1676 eine katholische Pfarrei. — Katholische Pfarrkirche zur Opferung Maria, 1707/11 unter Wilhelm Adelmann anstelle der alten Kapelle durch Christian Thumb nach dem Vorbild des Schönenberg erbaut. Einschiffige Wandpfeilerkirche ohne Emporen mit reich stukkiertem Tonnengewölbe. Hochbarocke Kanzel von Johann Paulus, Altäre von Anton Mayer. Spätgotische Muttergottes; Grabdenkmäler des 16. und 17. Jahrhunderts. Evangelische von Bernhardshof, Börrat, Frauenhof und Steinreute zu Neubronn, sonst zu Obergröningen.
Patrozinium: St. Patrizius / Opferung Maria
Ersterwähnung: 1407

GND-ID:
  • 4481383-1
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