Oberbettringen - Wohnplatz 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Wohnplatz
Liegt auf Gemarkung: Schwäbisch Gmünd
Ersterwähnung: 1218

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Am Rande der Liashochfläche nördlich über dem Strümpfelbach. Industrieansiedlungen im Оsten und Süden (ab 1965).
Historische Namensformen:
  • Beteringen 1218
  • Baetringen 1307
Geschichte: Stadtteil. 1218 (Кор. 15. Jahrhundert) Beteringen, 1307 Baetringen superior (Personenname?), Ort der ältesten Siedlungsschicht. Die beiden Bettringen-Orte werden erst seit dem 14. Jahrhundert unterschieden. Bettringen gehörte wahrscheinlich den Staufern. Im 14. Jahrhundert saßen auf der am sogenannten Klostersturz abgegangenen Burg, von der Wall und Graben erhalten sind, Angehörige der Familie von Rechberg, die sich zum Beispiel 1333/57 nach Bettringen nannten. In Oberbettringen saß eine seit 1218 genannte Adelsfamilie, die offenbar noch 1307 dort ein festes Haus, den sogenannten Bettringer Turm, bewohnte. Sie gehörte wohl zur Rechberger Ministerialität. Die von Bettringen verkauften hiesigen Besitz 1307 an Kloster Gotteszell und vor 1324 die Vogtei über hiesigen Besitz des Kloster Lorch und verbürgerten im 15. Jahrhundert wahrscheinlich in Gmünd. Nach 1400 erscheinen die Grafen von Helfenstein als Lehensherren eines Teils von Bettringen. 1456 saß Jörg von Horkheim (schon 1443 Gerichtsinhaber) als ihr Lehensmann auf dem »Turm«. Er verkaufte 1464 seine sämtlichen Güter und Rechte in Bettringen samt Kirchensatz, Patronatsrecht, Stab und Gericht, alles zur einen Hälfte helfensteinisches Lehen, zur anderen sein Eigen, an das Gmünder Heiliggeist-Spital, das 1481 die Befreiung aus dem helfensteinischen Lehensverhältnis erreichte. Die Burg gelangte mit Zubehör 1365 vorübergehend, 1385 endgültig durch Kauf von den von Rechberg zu Groningen an die von Urbach; sie wurde damals als Burgstall bezeichnet. Die Güter Gmünder Bürger kamen großenteils an Gmünder geistliche Anstalten. Außer dem Spital und Gotteszell war Kloster Lorch mit Gütern und Rechten vertreten. Ein waibelhubiges Gut ertauschte die Reichsstadt 1557 von Limpurg. — Gmünd war seit der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts im Besitz aller Hoheitsrechte und erhob Bettringen vor 1485 zum Amtsort. Sitz des Vogts wurde der »Turm«, der erst 1813 beim Kirchenneubau in Oberbettringen abgebrochen wurde. Nach Anfall der Reichsstadt an Württemberg wurde Oberbettringen selbständige Gemeinde des Oberamt, seit 1938 Landkreis Schwäbisch Gmünd. Seit 1934 Gemeindename Bettringen. 1959 Eingemeindung nach Schwäbisch Gmünd. — Eine Kirche ist 1397 erwähnt; als Kirchenpatron wird 1426 St. Mauritius, seit 1487 St. Cyriak genannt. Johann von Rechberg stiftete 1329 auf seiner Burg in Oberbettringen eine ewige Messe, die 1349 nach Gotteszell transferiert wurde. — Katholische Pfarrkirche St. Cyriak, Neubau von 1813, im Jahre 1970 restauriert. Darin drei Barockaltäre aus dem Gmünder Münster mit Gemälden (Kreuzfindung, Nothelfer, St. Laurentius). Am Hauptaltar holzgeschnitzte St. Anna Selbdritt und heilige Katharina. Profanierte Nikolauskapelle, hochgotisch, 1742 renoviert. Evangelische Friedenskirche von 1970 (1 Pfarrer).

Name: Burg (abgegangen) / Bettringer Turm
Datum der Ersterwähnung: 1218

GND-ID:
  • 4574307-1
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