Kirchheim - Altgemeinde~Teilort
| Regionalauswahl: | |
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| Typauswahl: | Ortsteil – Historisches Ortslexikon |
| Typ: | Teilort |
| Ersterwähnung: | 0767 [767, Kopialüberlieferung 12. Jahrhundert] |
Ortsgeschichte
| Ortslage und Siedlung (bis 1970): | Ursprünglich altes Bauerndorf im südlichen Stadtkreis westlich der Bahnlinie nach Bruchsal. Das alte Dorf ist weitgehend umgeformt. Nördlich des durch äußerst dichte Bebauung hervorstechenden ehemaligen Dorfkerns mit der Schwetzinger Straße als Hauptachse entstanden seit der Jahrhundertwende ausgedehnte Neubaugebiete mit Mietshäusern, Einfamilienhäusern und im nördlichen jüngeren Bereich mit Wohnblöcken und einer weiträumig angelegten Schule. Im Westen der einstigen Gemarkung jenseits der Autobahn das Henry-Patrick-Village, eine amerikanische Wohnsiedlung von 1955. |
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| Historische Namensformen: |
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| Geschichte: | 767 (Корialüberlieferung 12. Jahrhundert) Chirichheim. Reihengräberfunde in der Ortsmitte, weiter ein großer Friedhof im Südwesten und ein kleinerer älterer bei der Autobahnzufahrt, letzterer sicher nicht zum Hauptort gehörig. Kirchheim schon durch den Namen als früher kirchlicher Mittelpunkt ausgewiesen, im Gegensatz zur Umgebung in der Hand des Wormser Bischofs. Die pfälzische Oberherrschaft hat sich vor 1200 aus der Wormser Vogtei entwickelt. Bis 1305 Edelfreie von Kirchheim, eine Burg nur in Rohrbach nachzuweisen. Die Ortsherrschaft, 1274/86 je zur Hälfte vom Adel an Kloster Schönau und an das Wormser Stift Neuhausen übergegangen, erst mit der Reformation unmittelbar pfälzisch. Seit dem 15. Jahrhundert die sicher ältere Zent Kirchheim nachweisbar. Sie gehörte zum Oberamt Heidelberg. Mit diesem wurde Kirchheim 1803 badisch. Heidelberg blieb immer Sitz der zuständigen unteren Verwaltung. 1920 nach Heidelberg eingemeindet. |
Kirche und Religion
| Ersterwähnung: | 1496 |
|---|---|
| Kirche und Schule: | Die Kirche St. Peter (1496) stand unter dem Patronat des Adels, dann der Ortsherren. Reformation durch Kurpfalz. Seit 1653 die zuständige reformierte Pfarrei in Rohrbach, erst 1796 Kirchheim selbst wieder besetzt. Kirche vor 1750 mit zwiebelgekröntem Turm. Langhaus 1934 nach Оsten erweitert. Die Lutheraner bis 1821 zur Pfarrei Leimen. Evangelische seit 1955 in Blumhardtpfarrei und Wichernpfarrei unterteilt. Von Leimen auch die Katholiken pastoriert, bis sie 1774 Rohrbach zugeteilt wurden. Seit 1907 eigene Pfarrei St. Peter mit neuromanischer Säulenbasilika von 1908. |
| Patrozinium: | St. Peter |
| Ersterwähnung: | 1496 |




![[Urkunde]](/media/ubh_digitalisate/current/delivered/images/oai-digi.ub.uni-heidelberg.de-11772/INTROIMAGE.jpg)
![Der Freie Konrad von Wiesloch (Wizenloch) genannt der Weiße (Albus) bestätigt auf Bitten des Gebers und in der Hoffnung, dafür Vergebung seiner Sünden und ewige Gnade bei Gott zu finden, dem Kloster Bebenhausen die Schenkung, die demselben sein Oheim Konrad von Kirchheim (avunculus meus C. de Kyrchain vir nobilis ac discretus) mit dem Patronatrecht zu [Korn-]Westheim (Westhain) samt Zugehörde und mit allem, was er an Zehnten innerhalb der Grenzen dieser Pfarrei und des Glemsgaues nach Lehenrecht eigentümlich besaß (universa que per totum gyrum sive confinium ipsius parochie atque terminorum Glemmisgou circa decimationem fructuum sive proventuum annuorum feodali iure suo dominio proprie subiacebant), gemacht hat, und verzichtet zum Heil seiner Seele auf alle seine Rechte an den genannten Besitz. Siegler, da der Aussteller eigenes Siegel nicht führt: Der Abt Otto (O.) von Schönau und Konrad von Kirchheim. Acta sunt hec anno domini MCCLXXVIII., indictione VI. Testes: frater Wer. de Agilsterhusen, frater Helwicus de Gemino Ponte, frater C. de Schilperch, frater Anshelmus de Spira, frater Johannes de Gerach monachi, frater H. de Erpach, frater H. de Assilnhain monachi et conversi in Sconaugia, frater A[lbertus] de Haimishain monachus in Bebinhusen. Datum in Bru{o}chusen.](/media/labw_wub/current/delivered/jpg/wub-3574.jpg)
![[Urkunde]](/media/ubh_digitalisate/current/delivered/images/oai-digi.ub.uni-heidelberg.de-11989/INTROIMAGE.jpg)
![[Urkunde]](/media/ubh_digitalisate/current/delivered/images/oai-digi.ub.uni-heidelberg.de-12091/INTROIMAGE.jpg)

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![[Urkunde]](/media/ubh_digitalisate/current/delivered/images/oai-digi.ub.uni-heidelberg.de-11819/INTROIMAGE.jpg)



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![[Urkunde]](/media/ubh_digitalisate/current/generated/images/oai-digi.ub.uni-heidelberg.de-11772/INTROIMAGE.jpg.tm.png)
![Der Freie Konrad von Wiesloch (Wizenloch) genannt der Weiße (Albus) bestätigt auf Bitten des Gebers und in der Hoffnung, dafür Vergebung seiner Sünden und ewige Gnade bei Gott zu finden, dem Kloster Bebenhausen die Schenkung, die demselben sein Oheim Konrad von Kirchheim (avunculus meus C. de Kyrchain vir nobilis ac discretus) mit dem Patronatrecht zu [Korn-]Westheim (Westhain) samt Zugehörde und mit allem, was er an Zehnten innerhalb der Grenzen dieser Pfarrei und des Glemsgaues nach Lehenrecht eigentümlich besaß (universa que per totum gyrum sive confinium ipsius parochie atque terminorum Glemmisgou circa decimationem fructuum sive proventuum annuorum feodali iure suo dominio proprie subiacebant), gemacht hat, und verzichtet zum Heil seiner Seele auf alle seine Rechte an den genannten Besitz. Siegler, da der Aussteller eigenes Siegel nicht führt: Der Abt Otto (O.) von Schönau und Konrad von Kirchheim. Acta sunt hec anno domini MCCLXXVIII., indictione VI. Testes: frater Wer. de Agilsterhusen, frater Helwicus de Gemino Ponte, frater C. de Schilperch, frater Anshelmus de Spira, frater Johannes de Gerach monachi, frater H. de Erpach, frater H. de Assilnhain monachi et conversi in Sconaugia, frater A[lbertus] de Haimishain monachus in Bebinhusen. Datum in Bru{o}chusen.](/media/labw_wub/current/generated/jpg/wub-3574.jpg.tm.png)
![[Urkunde]](/media/ubh_digitalisate/current/generated/images/oai-digi.ub.uni-heidelberg.de-11989/INTROIMAGE.jpg.tm.png)
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