Allfeld - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0780 [Kopialüberlieferung 12. Jahrhundert]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Der Kern des dichtbebauten Dorfes liegt auf einem von Osten gegen das Schefflenztal vorstoßenden Muschelkalksporn über einer Flusskrümmung. Die ältere Bebauung erstreckt sich südlich und südwestlich des Kalksporns beidseits der Schefflenz in das Tal hinab. Geschlossene Neubaugebiete entstanden östlich der Schefflenz im Anschluß an den Ortskern mit der Kirche, auf der westlich Talseite im Norden bei der Ausmündung des Sulzbacher Tals an den sich sanft zu Sulzbach und Schefflenz neigenden Hängen sowie im Süden am rechtsseitigen Hang des Schefflenztals.
Historische Namensformen:
  • Alonfelde 0780 [Kopialüberlieferung 12. Jahrhundert]
Geschichte: 780 (Kopialüberlieferung 12. Jahrhundert) Alonfelde, von Personenname. Ausbauort der Merowingerzeit, geringer Lorscher Besitz. Seit Anfang 12. bis Ende 13. Jahrhundert als Sitz eines edelfreien Geschlechts belegt. Die Herren von Allfeld wahrscheinlich zunächst Lehnsleute der Wormser Bischöfe, dann der Staufer und zum Wimpfener Reichsland gehörig. Ihr Sitz die Burg unmittelbar oberhalb des Dorfes, 1646 zerstört und nur noch in Spuren erhalten. 1297 Niederalfeld (Allfeld inferior), 1364 und 1366 Oberalfeld. Letzteres lag unterhalb der Burg, aber außerhalb der unmittelbar an diese anschließenden, nur damals genannten und sicher winzigen Stadt. Schon vor dem Aussterben des einheimischen Adelsgeschlechts waren 1251 die Burg und wohl die Herrschaftsrechte in der Hand der Herren von Dürn. Vielleicht auf dem Erbweg kamen sie an die Krautheimer Linie der Grafen von Eberstein, die sie vor 1356 an den Mainzer Erzbischof verpfändeten und 1358 endgültig an diesen verkauften. Allfeld gehörte zur pfälzischen Zent Mosbach. Die Zenthoheit wurde im 18. Jahrhundert gegen Eicholzheim ausgetauscht. Allfeld war Sitz einer noch vielfach verpfändeten mainzischen Amtskellerei, kam nach dem 30jährigen Krieg zur Kellerei Billigheim und mit dieser 1803 an die gräfliche Linie Leiningen-Billigheim und 1806 unter badische Souveränität. 1807 Amt Neudenau, 1810 wieder Amt Billigheim, seit 1813 stets Mosbach Sitz der Bezirksverwaltung. Bis 1962 gehörte ein Teil von Bernbrunn zur Gemeinde (vgl. Höchstberg, Stadt Gundelsheim, Landkreis Heilbronn).

Name: Burg Allfeld.
Datum der Ersterwähnung: 1100 [12. Jahrhundert]

Ersterwähnung: 1404
Kirchengeschichte: Ursprünglich zur Pfarrei Neudenau. Nach 1404 Kapelle St. Kilian zur Pfarrkirche erhoben. Späteres Pfarrpatrozinium St. Georg. Neubau von 1743, barocker Saal mit langgestrecktem, halbkreisförmig geschlossenem Chor und Zwiebelturm. Innenausstattung ebenfalls barock. Zum Pfarrsprengel gehört der Weiler Bernbrunn. Romanische Friedhofskapelle an der Stelle von Niederalfeld, vielleicht war sie die Pfarrkirche von 1404. Die Evangelischen zur Pfarrei Sulzbach.
Patrozinium: St. Kilian
Ersterwähnung: 1404

GND-ID:
  • 7760290-0
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