Mosbach 

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Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.mosbach.de
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Einwohner: 22913
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 368.0
Max. Höhe ü. NN (m): 505.71
Min. Höhe ü. NN (m): 128.49
PLZ: 74821

Mosbach erstreckt sich mit seinem 62,23 qkm großen Stadtgebiet im Grenzbereich zweier Naturräume. Die nördliche Hälfte gehört zum Sandstein-Odenwald, die südliche zum muschelkalkhaltigen hügeligen Bauland. An der nördlichen Stadtgrenze in der Waldexklave Michelherd erreicht das Gebiet im Waldstück „Neuenschlag“ mit ungefähr 506 m NN seinen höchsten Punkt. Die tiefste Stelle ist mit 135 m NN nordwestlich von Diedesheim am Neckar, der das Gebiet im Südwesten begrenzt. Bereits 1940 wurde an den Hängen des sich nördlich vom Stadtzentrum erhebenden Heuchelbergs ein dreiteiliges, 46 ha großes Areal als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Mosbach wird erstmals im Reichssteuerverzeichnis von 1241 als Stadt erwähnt. Der mittelalterliche Stadtgrundriss hatte die Form eines leicht verschobenen Vierecks. Alle sechs Orte des heutigen Stadtgebiets, die gegen Ende des Alten Reiches zur Kurpfalz gehörten, fielen bis auf Reichenbuch, das bereits 1803 badisch wurde, 1806 an das Großherzogtum. Seit 1807 war Mosbach Sitz eines badischen Amtes, dem seit 1813 fast alle heutigen Stadtteile, seit 1840 auch Reichenbuch angehörte. Am 1.12.1972 gliederte Mosbach die bisher selbständigen Gemeinden Lohrbach, Reichenbuch und Sattelbach ein, am 1.5.1973 folgte die Eingemeindung von Diedesheim und am 15.4.1975 die Vereinigung der Stadt mit Neckarelz. Seit Neujahr 1973 ist in Mosbach das Landratsamt des neu gebildeten Odenwaldkreises, der am 1.1.1974 in Neckar-Odenwald-Kreis umbenannt wurde, untergebracht. Mosbach ist Mittelzentrum.

Das Stadtgebiet, das im Südwesten an den Neckar angrenzt, dehnt sich im Grenzbereich von Hinterem Odenwald und Bauland aus. Östlich und südlich der breiten Talsohle der Elz, die sich trichterartig ins Neckartal öffnet, ist die Hauptmuschelkalk-Schichtstufe im Trochitenkalk ausgebildet, der über dem Unteren und Mittleren Muschelkalk aufragt. Die welligen Hügel gegen den Südrand des Stadtgebiets im Nodosuskalk sind weitgehend lössbedeckt. Nördlich der Elz bilden Hamberg und Henschelberg zwei Zeugenberge der Hauptmuschelkalkstufe. Die von zur Elz ziehenden Bachtälern zerschnittene Lohrbacher Platte im Wellengebirge, unter dem an Taleinschnitten der Obere Buntsandstein zutage tritt, führt auf die Südost-Abdachung des Odenwaldes in den Plattensandstein hinauf, auf dem teils lösslehmbedeckte Röttone auflagern.

Wappen von Mosbach

In Gold (Gelb) ein rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Adler, belegt mit einem silbernen (weißen) Brustschild, worin übereinander die schwarzen lateinischen Großbuchstaben OM.

Beschreibung Wappen

Mosbach wurde durch die Staufer zur Stadt erhoben (1241 erste Nennung als Stadt). Auch nach der Verpfändung an die Pfalzgrafen im Jahre 1329, aus der es nicht wieder gelöst wurde, galt Mosbach bis Mitte des 15. Jahrhunderts als Reichsstadt. Als Reichsstadt und als pfälzische Stadt führte Mosbach in Siegeln (erstes Siegel ab 1330 nachweisbar) und Wappen den Reichsadler. Später kam zur Unterscheidung ein Brustschild hinzu, der bei Merian (1645) einen Schrägbalken, andernorts die Buchstaben OM enthält. Die Bedeutung des Schrägbalkens ist nicht geklärt; OM könnte als „oppidum Mosbacense" (Stadt Mosbach) aufzulösen sein. Im 19. Jahrhundert erhielt der Schrägbalken die badischen Farben. Nach der Vereinigung Mosbachs mit Neckarelz (1975) wurden das Wappen in der 1898 nach Inhalt und Tingierung festgelegten Form und die Flagge vom Regierungspräsidium Karlsruhe am 18. März 1977 neu verliehen.