Walldürn 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.wallduern.de
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Einwohner: 11230
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 106.0
Max. Höhe ü. NN (m): 471.27
Min. Höhe ü. NN (m): 189.59
PLZ: 63928, 74731

Das 105,88 qkm große Stadtgebiet von Walldürn gehört in seiner größeren nordwestlichen Hälfte dem Sandstein-Odenwald, in seiner südwestlichen Hälfte dem Hügelland des muschelkalkgeprägten Baulandes an. Im Bandholz nördlich von Kleinhornbach nahe der Landesgrenze erreicht das Gebiet auf rund 470 m NN sein Höhenmaximum. Nur etwa 2 km nördlich, am Übertritt des Marsbachs über die Landesgrenze im tief eingeschnittenen Hambrunner Tal, befindet sich der mit ungefähr 189 m NN niedrigste Geländepunkt. Walldürn wird erstmals in einer Urkunde von 1291 als „oppidum“ (Stadt) bezeichnet und erhielt 1346 Mainzer Stadtrechte. Bis 1803 war die Stadt Sitz der kurmainzischen Amtsvogtei des Oberamts Amorbach. 1803 fielen alle heutigen teils kurmainzischen, teils würzburgischen Stadtteile an das Fürstentum Leiningen und 1806 an Baden. Zunächst war für alle Walldürn, seit der Aufhebung dieses Bezirksamtes 1863 Mosbach und ab 1872 Buchen die zuständige Amts- bzw. Kreisstadt. Zwischen dem 1.7.1971 und Neujahr 1975 wurden neun bisher selbstständige Gemeinden nach Walldürn eingemeindet. Seit dem 1.1.1973 ist Walldürn Bestandteil des Odenwaldkreises, der seit Jahresbeginn 1974 in Neckar-Odenwald-Kreis heißt. Walldürn ist Unterzentrum. Vom 13. Jahrhundert an ist die Heiligblutwallfahrt zur örtlichen Wallfahrtskirche St. Georg bezeugt, deren Entstehung einem Hostienwunder zugeschrieben wird, das sich 1330 ereignet haben soll. Mittelpunkt der Verehrung ist die Wunderkorporale im Silberschrein des Blutaltars.

Der West- und Nord-Teil des Stadtgebiets gehört dem Hinteren Odenwald an. Zwischen die hochflächenartige Ost-Abdachung des Gebirges im Oberen Buntsandstein ist das Marsbachtal steil und tief in den Mittleren Buntsandstein eingeschnitten. Mit seinen aus dem Muschelkalk des Baulands kommenden Quellsträngen entwässert es zusammen mit dem weitgehend parallelziehenden, linksseitigen Eider-Bach den größten Teil der zur heutigen Stadt gehörenden Gemarkung nach Nordwest. Ebenfalls in den Hauptbuntsandstein eingekerbt sind die Seitentäler des Erftals im nördlichen Bereich. Der Ost-Rand des Gebirges ist teilweise lösslehmüberkleidet, sodass die geologische Grenze zum Bauland nicht immer leicht auszumachen ist. Etwa östlich von Walldürn stehen von Nordwesten nach Südosten immer jüngere Gesteine des Muschelkalks vom Wellengebirge bis zu den Trochiten- und Nodosuskalken an der Oberfläche an. Auf der einen Zeugenberg der Keuperstufe bildenden Altheimer Höhe am Südost-Rand des Stadtbereichs verläuft die Wasserscheide zwischen Main und Neckar. Südlich davon dehnt sich im Hauptmuschelkalk eine flache Mulde aus, in der die Quellbäche der nach Süden fließenden Kirnau sternförmig zusammenmünden.

Wappen von Walldürn

In Silber (Weiß) auf grünem Boden zwischen zwei grünen Linden eine gezinnte rote Burg mit rechtsstehendem Turm und hochgezogenem schwarzen Fallgatter im offenen Tor des Turmes, darüber schwebend ein an den Turm gelehnter roter Schild, worin ein sechsspeichiges silbernes (weißes) Rad.

Beschreibung Wappen

Walldürn wurde 1291 von Ruprecht II. von Dürn an die Grafen von Wertheim verkauft. Der dabei erstmals als Stadt bezeichnete Ort gelangte 1293 an die Erzbischöfe von Mainz und blieb mainzisch bis zum Anfall an Baden 1802/03. Das Wappen ist nach dem ersten, seit 1419 belegten, aber älteren Siegel gestaltet und dürfte auf den vielleicht von „Turm" abzuleitenden Ortsnamen (1423 „Waldtdürn") oder auf die ehemalige Burg anspielen. Das Mainzer Rad wurde im 19. Jahrhundert auch durch den badischen Schrägbalken ersetzt. Nach langer Unklarheit über Zeichnung und Tingierung wurde das Wappen 1960 festgelegt (Kenntnisnahme des Innenministeriums 25. November 1960). Über die Flagge entschied der Bürgerausschuss am 29. Mai 1926.

GND-ID:
  • 4064450-9
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