Adersbach - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1016 [Kopialüberlieferung 12. Jahrhundert]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Unregelmäßiges, langgestrecktes Dorf am südlich-exponierten flachen Hang im oberen Talbereich eines Nebenbachs der Elsenz. Neubaugebiet im Nordwesten und Westen.
Historische Namensformen:
  • Adenesbach 1016 [Kopialüberlieferung 12. Jahrhundert]
Geschichte: 1016 (Kopialüberlieferung 12. Jahrhundert) Adenesbach, von Personenname. Der fränkischen Ausbauzeit angehöriger, innerhalb der Wimpfener Immunität liegender alter Besitz des Bistums Worms. Die Hälfte des Orts ab 1344 als württembergisches Lehen der Herren von Massenbach zu Neuhaus (vgl. Ehrstädt) nachweisbar. Die andere Hälfte vermutlich unmittelbar gemmingisch, was sich vielleicht aus alten Familienzusammenhängen zwischen den von Massenbach und von Gemmingen, die Wappengenossen waren, erklärt. 1497 verlieh der Kaiser den Blutbann an die von Gemmingen, die 1541 im Tausch gegen Ehrstädt auch den restlichen Teil des Dorfes, jetzt als Wormser Lehen, erwarben. Adersbach war der Reichsritterschaft im Kraichgau inkorporiert und fiel 1805 an Baden. 1813 zum Bezirksamt Sinsheim. 1925 wurde der Rauhof eingemeindet.

Ersterwähnung: 1496
Kirchengeschichte: Die Kirche St. Walpurgis (1496) war im Hochmittelalter im Besitz des Wormser St. Paulstifts, später stand sie dem Kloster Sinsheim zu. Im Spätmittelalter waren die Kirchen in Ehrstädt (wohl nicht ursprünglich) und in Hasselbach eingepfarrt. Die Reformation durch die Ortsherrschaft vermutlich früh eingeführt. Wegen des auf die Pfalz übergegangenen Kollaturrechts aber bis Ende 16. Jahrhundert vergebliche Versuche, anstelle des lutherischen das reformierte Bekenntnis einzuführen. Evangelische Pfarrkirche mit Chorturm des 13. Jahrhunderts, daran Schiff von 1780/82. Die Katholiken zu Neckarbischofsheim.
Patrozinium: St. Walpurgis
Ersterwähnung: 1496

GND-ID:
  • 4428194-8
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