Waibstadt 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.waibstadt.de
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Einwohner: 5607
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 219.0
Max. Höhe ü. NN (m): 290.31
Min. Höhe ü. NN (m): 156.77
PLZ: 74915

Die Stadt Waibstadt liegt im östlichen Teil des Rhein-Neckar-Kreises. Das Stadtgebiet erstreckt sich im nördlichen Kraichgau und wird durch das breitsohlige, durch Wiesen gekennzeichnete Schwarzbachtal geteilt. Die flachen Höhen am Südrand des Gebietes tragen eine geschlossene Flugsanddecke. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergreifenden Einheit des Kraichgaus. Der höchste Punkt liegt im Westen auf 267 m, der tiefste Punkt auf 156,77 m im Flusstal. Auf dem Stadtgebiet liegt das 37 ha große Naturschutzgebiet Waibstädter Schwarzbachaue. Waibstadt kam 1803 zu Baden und wurde Sitz eines eigenen Amtes. 1810 wurde das Amt wieder aufgelöst und die Stadt dem Bezirksamt Neckarbischofsheim zugewiesen, ab 1857 gehörte sie dann zum Bezirksamt Sinsheim, aus dem 1939 der gleichnamige Landkreis hervorging. Seit der Auflösung dieses Landkreises im Zuge der Verwaltungsreform 1973 gehört die Gemeinde zum Rhein-Neckar-Kreis. Die alten Stadtrechte wurden 1950 erneut verliehen. 1971 wurde der heutige Ortsteil Daisbach eingemeindet. 1975 erfolgte die Gründung des Gemeindeverwaltungsverband Waibstadt mit den Städten Waibstadt und Neckarbischofsheim und den Gemeinden Epfenbach, Helmstadt-Bargen, Neidenstein und Reichartshausen. Ortsname hat sich seit 1945 sichtbar entwickelt. Bis zur Mitte der 1960er Jahre entstanden im Norden, Westen und Südosten der Stadt großflächige Neubaugebiete, die in den 1970er Jahren durch weitere große Flächen vor allem im Westen zwischen Bahnlinie und Straße und im Südwesten ergänzt wurden. Auch im Nordosten wurde ein kleineres Gebiet erschlossen. In den 1980er und 1990er Jahren wurde die Besiedlung westlich der alten Stadt fortgesetzt und die dort erschlossenen Flächen deutlich erweitert. Die bereits bestehenden Gewerbeflächen entlang der Bahnlinie und der B292 wurden nach Westen zu weiter ausgebaut, sodass dort ein großes Industriegebiet entstanden ist. Auch die jüngere Neubautätigkeit konzentriert sich auf diesen Bereich. Waibstadt ist durch die B292 und die etwa 6 km entfernte A6 (Auffahrt Sinsheim) sowie Landesstraßen an das Fernstraßennetz angeschlossen. Durch die Lage an der Schwarzbachtalbahn besteht mit der Linie S51 Anschluss an die S-Bahn Rhein-Neckar. Der weitere ÖPNV erfolgt durch Buslinien des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar.

Das Stadtgebiet wird durch das wiesenerfüllte und breitsohlige Schwarzbachtal zweigeteilt. Im kleineren Nord-Abschnitt sind am unteren Talhang Schichten des Mittleren und Oberen Muschelkalkes freigelegt, die auf den Höhen lössüberlagert sind. Im Süden stehen im Bereich des Schwarzbachhanges ebenfalls Muschelkalke vom Wellengebirge bis zum Hauptmuschelkalk an. Bei Daisbach sitzt inselartig Unterer Keuper auf ihnen auf. Die flachen Höhenrücken gegen den Südrand des Stadtgebiets tragen eine geschlossene Flugsanddecke.

Wappen von Waibstadt

In Gold (Gelb) ein rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Adler.

Beschreibung Wappen

Waibstadt erscheint 1241 erstmals als Reichsstadt, dürfte aber als Reichsdorf schon vorher befestigt gewesen sein. Vor 1300 setzten die zahlreichen Verpfändungen der Stadt ein, wobei das Hochstift Speyer der erste und von 1615 bis 1802/03 der letzte Pfandinhaber war. Das älteste nachweisbare Siegel hängt an einer Urkunde von 1453 und entspricht im Stil dem seit 1300 belegten Siegel der Stadt Sinsheim. Es zeigt wie alle folgenden den Reichsadler. Hupp erwähnt ein Adlersiegel aus dem 14. Jahrhundert, in dem der Adler mit dem Speyerer Kreuz belegt gewesen sein soll. Ein 1623 gestochenes und bis ins 19. Jahrhundert hinein verwendetes Siegel gab das Vorbild ab für die Neugestaltung des Siegelbilds im Jahre 1898. Anlässlich der Verleihung der Flagge durch das Innenministerium am 20. November 1962 wurde auch die Tingierung festgelegt.

GND-ID:
  • 4118950-4
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