Althengstett 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.althengstett.de
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Einwohner: 7779
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 406.0
Max. Höhe ü. NN (m): 596.28
Min. Höhe ü. NN (m): 443.94
PLZ: 75382

Die Gemeinde Althengstett liegt im Nordosten des Landkreises Calw. Das Gemeindegebiet erstreckt sich östlich des Nagoldtals auf der Hochfläche im Übergangsbereich vom Nordschwarzwald zu den Oberen Gäuen. Der Untere Wald, ein bis nach Althengstett reichender Ausläufer des Schwarzwaldes, ist der östlichste Punkt des Schwarzwaldes im Landkreis Calw. Am südwestlichen Ortsrand der Gemeinde befindet sich die Quelle des Tälesbach, einem rechten Zufluss der Nagold. Naturräumlich gehört das Gebiet mit seinem westlichen Teil zur übergreifenden Einheit der Schwarzwald-Randplatten, an die östlich die Oberen Gäue anschließen. Der höchste Punkt liegt im Nordosten auf 596,28 m, der tiefste Punkt westlich auf 443,94 m. Das Gemeindegebiet hat Anteil am rd. 300 ha großen Naturschutzgebiet Würm-Heckengäu. Althengstett kam 1301 durch Kauf an das Kloster Herrenalb. Ab 1338/41 stand der Ort unter württembergischem Schutz und gehörte zur Klosterpflege Merklingen. Seit 1808 wurde Hengstett vom Oberamt Calw verwaltet, aus dem 1938 der gleichnamige Landkreis entstand. 1974 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Neuhengstett und Ottenbronn nach Althengstett eingemeindet. Neuhengstett wurde 1700 von protestantischen Glaubensflüchtlingen aus Savoyen, den Waldensern, als Le Bourset gegründet und 1711 amtlich in Neuhengstett umbenannt. Ottenbronn kam wohl mit Liebenzell an Baden, wurde aber 1457 an das Kloster Hirsau verkauft. Zunächst vom Klosteramt Hirsau verwaltet, kam die Gemeinde 1807 zum Oberamt Calw. Althengstett ist Sitz des gleichnamigen Gemeindeverwaltungsverbandes. Der Hauptort Althengstett hat sich seit 1945 sichtbar entwickelt. In den Nachkriegsjahren entstand nördlich des alten Ortes ein großes, über die ganze Ortslänge reichendes Neubaugebiet, das ab Ende der 1960er Jahre nochmals deutlich um ein großes Gewerbegebiet beidseits der B295 erweitert wurde. Die jüngere Bebauung des neuen Jahrtausends konzentriert sich auf kleinere Areale am Südwest- und Nordrand des Ortes. In Neuhengstett wurden nach 1945 zunächst im Norden, Nordwesten und Osten des Ortes größere Flächen ausgewiesen. Diese erfuhren in den 1970er Jahren ein Erweiterung nach Westen zu. Am südlichen Ortsrand haben sich einige Gewerbebetriebe angesiedelt. In Ottenbronn wurden bis Ende der 1960er Jahre größere Neubauflächen im Westen und Osten sowie in kleinerem Maße im Süden aufgeschlossen, die in den 1980er Jahren zwei weitere Flächen im Nord- und Südwesten vergrößert wurden. Althengstett ist durch die B295 sowie Landes- und Kreisstraßen an das Fernstraßennetz angeschlossen. Seit 1982 bestand zudem eine Haltestelle der Württembergischen Schwarzwaldbahn. Mit Stillegung des Streckenabschnitts Weil der Stadt-Calw 1988 entfiel dieser Anschluss. Das Bahnhofsgebäude steht heute als herausragender Bau unter Denkmalschutz. Der weitere ÖPNV erfolgt durch Buslinien der Verkehrsgesellschaft Bäderkreis Calw mbH (VGC).

Die Gemeinde liegt östlich des Nagoldtals auf der Hochfläche im Grenzbereich von Nordschwarzwald und Oberen Gäuen. Im Westen hat sie noch Anteil am Buntsandstein, von dem unmittelbar nordwestlich von Ottenbronn das Hauptkonglomerat am oberen Hang des Nagoldtals angeschnitten ist. Die bis auf rund 550 m NN aufragende Hochfläche über dem Nagoldtal, die sich nach Оsten absenkt, liegt im Oberen Buntsaridstein, östlich da­von dehnen sich Schichten des Wellengebirges mit teils nur schwer durchlässigen lehmigen Böden aus. Über ebenfalls noch weitgehend lehmigen Schichten des Mittle­ren Muschelkalks erheben sich im östlichen und südöstlichen Gemeindegebiet die harten Trochitenkalke des Oberen Muschelkalks, teils mit deutlichen Stufenrändern am Täfelberg und Heim­berg. Nordöstlich von Althengstett tritt in einer schmalen, etwa nach Nordwesten ziehenden Verwer­fungszone auch Unterer und Mittlerer Keuper an die Oberfläche.

Wappen von Althengstett

In Blau auf grünem Boden ein steigender silberner (weißer) Hengst.

Beschreibung Wappen

Der Name der Gemeinde wird um 1120 erstmals als „Hingesteten" im Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster Hirsau erwähnt und ist von einem Personennamen abzuleiten. Im Wappen wird jedoch der Ortsname in seiner jetzigen sprachlichen Form durch den Hengst versinnbildlicht. Nachdem die Gemeinde schon zuvor einen steigenden Hengst ohne Wappenschild als Siegelbild geführt hatte, schlug die Archivdirektion Stuttgart 1920 das „redende" Wappen vor, das jedoch erst seit 1952 endgültig in dieser Form und Tingierung verwendet wird. Im Jahre 1974 wurden das von Waldensern 1699 gegründete Neuhengstett und Ottenbronn nach Althengstett eingemeindet. Die Gemeinde behielt ihren Namen und das sich darauf beziehende Wappen bei. Die Flagge wurde am 8. Juni 1982 vom Landratsamt Calw verliehen.

GND-ID:
  • 4363281-6
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