Eybach - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1275

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Der Ort liegt auf der schmalen Sohle des tief in die Alb eingesenkten malerischen Roggentals am Fuß des Himmelfelsens. Stattliche Erweiterung in jüngerer Zeit in Richtung Geislingen und Waldhausen in den Gewannen »Im Öschle«, »Am Trieb«, »Pfingsthalde« (ab 1955), »Rösgasse« (1965) und »Wiesental« (1970). Am nördlichen Ortsrand seit der 60er Jahre gewerbliche Niederlassungen.
Historische Namensformen:
  • Iwach 1275 [1275, 1291]
Geschichte: 1275, 1291 Iwach (iwa = Eibe), in der jüngeren Ausbauzeit des 9.-12. Jahrhunderts entstanden. Auf dem Himmelfelsen die Reste der von der nur 1265 und 1281 nachgewiesenen helfensteinischen Ministerialenfamilie erbauten Burg Hoheneybach, die angeblich 1711 noch bewohnt, 1724 aber »ruiniert« war. Im Ort das an Stelle eines älteren Baus von vor 1540 unter Graf August Christoph von Degenfeld 1766/75 erbaute repräsentative Schloss, ein typisches Landschloss mit Mittelrisalit, Ecklisenen und Mansardendach. Im großen Weißen Saal klassizistische Stukkaturen, Puttengruppen und Fayenceböden im Stil Louis XVI. Burg und Besitz im Ort, von Ellwangen lehenrührig, verkauften 1291 die Grafen von Helfenstein an dieses Kloster, die damit die von Ahelfingen (1317), Stein von Klingenstein (vor 1360), von Randeck (vor 1412) und von Züllnhart (seit 1412) belehnten. Wilhelm von Züllnhart verkaufte das Lehen 1456 an Hans von Degenfeld, dessen Nachfahren, die Grafen von Degenfeld-Schomburg, noch heute in Eybach ihren Sitz haben. Die Ellwanger Lehenshoheit fiel 1802, der Ort selbst 1806 an Bayern, 1810 an Württemberg. Eybach zählte bis 1938 zum Oberamt Geislingen, dann zum Landkreis Göppingen. Personen: Freiherr Christoph Martin von Degenfeld, Kavallerieführer im 30jährigen Krieg sowie venetianischer General und Generalgouverneur von Dalmatien und Albanien.

Name: Burg Hoheneybach. Schloss Eybach.
Datum der Ersterwähnung: 1265 [13. Jahrhundert]

Ersterwähnung: 1275
Kirche und Schule: Die Pfarrkirche (1476: St. Maria) wird seit 1275 erwähnt; der Kirchensatz gehörte bis 1802 dem Kloster bzw. Stift Ellwangen. Mit der 1607 versuchten Reformation drang die Ortsherrschaft nur teilweise durch. Die Pfarrei blieb katholisch, aus den Einkünften einer Kaplanei wurde 1608 eine evangelische Pfarrei errichtet und die Kirche war bis 1968 simultan. Katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt aus dem 15. Jahrhundert, 1870 verändert und 1970 vergrößert, mit flachen Chor- und Schiffdecken. Kreuzgewölbte Marienkapelle an der Südseite, gotisches Sakramentshaus von 1468 in Turmform, hölzerner Ölbergchristus um 1470. Bedeutende Grabdenkmäler der von Degenfeld aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, darunter ein manieristisches für Martin II. († 1557) und seine Gemahlin Ursula († 1570). Evangelische Christuskirche von 1968.
Patrozinium: St. Maria
Ersterwähnung: 1476

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