Loßburg 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.lossburg.de
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Einwohner: 7358
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 93.0
Max. Höhe ü. NN (m): 845.02
Min. Höhe ü. NN (m): 478.55
PLZ: 72290
Gemeindenamen und Gemeindebildung: Zum 1. Januar 2007 wurde die Nachbargemeinde Betzweiler-Wälde eingegliedert.

Die Gemeinde Loßburg liegt am südwestlichen Rand des Landkreises Freudenstadt und grenzt hier nach Südosten bereits an den Landkreis Rottweil. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über den südwestlichen Rand des Freudenstädter Grabens mit ungefähr gleich großen Anteilen am Schwarzwald und am Gäu. Naturräumlich hat es Anteile an vier großen Einheiten: den Grindenschwarzwald und die Enzhöhen im Nordendie Schwarzwald-Randplatten und die Oberen Gäue im Osten sowie den Mittleren Schwarzwaldim Südwesten. Der höchste Punkt des Gemeindegebiets liegt im Westen am Schöllkopf auf 845 m, der tiefste Punkt mit 478 m südlich im Kinzigtal. Zur Gemeinde gehört das Naturschutzgebiet Heimbachaue. Westlich des Hauptortes entspringt die Kinzig. Loßburg ist Luftkurort. Loßburg kam schon 1535 mit Kloster Alpirsbach an Württemberg und zählte bis 1806 zum Klosteramt. 1807-10 gehörte der Ort zum Oberamt Alpirsbach und kam ab 1812 zum Oberamt Freudenstadt, das 1938 im Landkreis Freudenstadt aufging. Auch in Loßburg begann nach dem Zweiten Weltkrieg eine rege Bautätigkeit, durch die die Siedlungsfläche des alten, dicht gebauten Haufendorfes stark erweitert wurde. Zunächst wurden neue Wohngebiete im Südosten (Öschle) und Nordosten (Auchtweide) erschlossen. Noch in den 1960er Jahren dehnte sich die Bebauung auf den westlichen Ortsrand aus, wodurch die Gemeinde mit dem Ortsteil Rodt zusammenwuchs. Auch entlang des Bahnhofs Loßburg entstand neue Bebauung. Ende der 1970er Jahre verlagerte sich die Neubautätig weitgehend an den südlichen Ortsrand, wo in mehreren Phasen neue Wohn- und Gewerbeflächen entstanden. Die Gemeinde ist über die Kinzigtalbahn Freudenstadt-Hausach sowie die B294 Bretten-Freiburg an den Fernverkehr angeschlossen.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Das Gemeindegebiet zieht sich über den Südwest-Rand des Freudenstädter Grabens mit etwa gleichen Anteilen am Schwarzwald und am Gäu. Die stark bewaldete Stufenfläche des Oberen Buntsandsteins im Westen und Süden ist durch das rasch an Tiefe gewinnende Tal der bei Loßburg entspringenden Kinzig in die Platten von Schömberg und Vierundzwanzig Höfe aufgelöst. Die Gemeindegrenze folgt dort den Talkanten. Das als Staffelbruch einsetzende Gelände des Unteren Muschelkalks wird durch ein dichtes, zur Glatt gehendes Bachnetz in zahlreiche Rücken zergliedert. Im Оsten ist der Laihberg ein isolierter Teil der verkarsteten Hauptmuschelkalkstufe, an der Südost-Grenze zeigt das Heimbachtal durch sein Einschneiden in den Hauptbuntsandstein nochmals Schwarzwaldcharakter. Der Obere Muschelkalk hat sich in einem schmalen tektonischen Graben erhalten, dem das Heimbachtal folgt. Im osten und Südwesten finden sich verkarstete Hochflächen. Seitentäler konnten sich nur im Nordwesten entwickeln, wo der leicht ausräumbare Mittlere und Untere Muschelkalk ansteht.

Wappen von Loßburg

In Blau auf grünem Hügel ein silberner (weißer) Zinnenturm, darüber der silberne (weiße) lateinische Großbuchstabe L.

Beschreibung Wappen

Der Name des Ortes leitet sich von der ehemaligen mittelalterlichen Wasserburg her. Der „Schlossbuckel" mitten im Ort hält die Erinnerung an dieses Bauwerk wach, ebenso das Wappen mit dem Zinnenturm auf dem Hügel. Es wurde im Jahre 1920 von der Gemeinde angenommen, die Flagge am 17. Februar 1964 vom Innenministerium verliehen. Obwohl 1301 Veste und Stadt genannt, blieb Loßburg Marktflecken. Mit der gleichnamigen Herrschaft wurde es 1501 von den Herren von Geroldseck an Kloster Alpirsbach verkauft. Zu dieser Herrschaft gehörten unter anderem Lombach, Schömberg und Wittendorf, die zusammen mit Vierundzwanzig Höfe 1974 nach Loßburg eingemeindet wurden. Auch das Wappen des 1971 eingemeindeten Sterneck enthält die Darstellung einer Burg zur Erinnerung an die Burg der Herren von Brandeck.