Lenzkirch - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1113

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Heilklimatischer Kurort im oberen Tal der Haslach, bestehend aus dem im Siedlungskern ein dichtbebautes Haufendorf bildenden Oberlenzkirch, dessen Außenbezirke an den Hängen des Haslachtals und Urseetals oberhalb des Ortskerns mit lockeren Neubaubereichen erweitert wurden, sowie aus Unterlenzkirch, das östlich des Pfarrdorfes Oberlenzkirch den Bahnhofsbereich mit Gewerbe- und Industrieanlagen sowie Geschäftszentrum bildet, im Norden begrenzt von Wohnhäusern in Hanglage. Auch am Hang südlich der Bahnanlagen lockere Bebauung bis zu dem südöstlich des Ortes gelegenen Feriendorf Ruhbühl auf schematischem Grundriß.
Historische Namensformen:
  • Lendischilicha 1113
  • Lenzkilcha 1200
Geschichte: 1113 Lendischilicha, um 1200 Lenzkilcha, von Kirche und Personenname. Zehntverhältnisse deuten auf Ausbau von Löffingen her. 1352 Niderndorf, 1428 Oberdorf unterschieden. Offenbar früher St. Galler Besitz. Bei Erstnennung örtliche Adelsfamilie bezeugt, bis in die zweite Hälfte 14. Jahrhundert nachweisbar und wohl in zähringischen Diensten stehend. In Lenzkirch bildete sich im 13. Jahrhundert eine kleine Herrschaft eines Ministerialengeschlechtes heraus, das sich nach der nahegelegenen Burg Urach nannte. 1296 verglichen sich die Grafen von Freiburg, die die Herrschaft kurz vorher von Berthold von Urach erhalten hatten, mit den von Lupfen über Grenzverhältnisse. Seit Anfang 14. Jahrhundert erscheinen die Herren von Blumegg im Besitz der Herrschaft, die Alt- und Neuglashütten, Bärental, Falkau, Kappel, Oberfischbach, Raitenbuch und Saig umfaßte. Anfang des 14. Jahrhunderts stiftete Elisabeth von Bisingen, die Ehefrau Konrads von Blumegg, ein Johanniterhaus in Lenzkirch. Es bestand bereits 1331 nicht mehr. 1491 erwarb Fürstenberg die Herrschaft Lenzkirch. Fürstenbergisches Amt Lenzkirch, 1800 mit Neustadt vereinigt. 1806 badisch, 1807 Amt/Landkreis Neustadt, 1973 Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.

Ersterwähnung: 1275
Kirchengeschichte: 1275 Kirche erwähnt. Von den von Blumegg gelangte über Heinrich von Bettmaringen zu Schaffhausen der Kirchensatz 1316 an die Johanniter zu Lenzkirch, 1331 an die zu Villingen, denen die Kirche vor 1399 inkorporiert wurde. Katholische Kirche St. Nikolaus (1577) von 1934 mit Filialkirche Raitenbuch und Grünwald. Evangelische Pfarrei mit Blasiwald, Faulenfürst, Fischbach, Holzschlag, Kappel, Raitenbuch, Saig, Schluchsee und Schönenbach. Kirche von 1952.
Patrozinium: St. Nikolaus
Ersterwähnung: 1577

GND-ID:
  • 4111259-3
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