Hügelheim - Altgemeinde~Teilort 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1101

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Dicht bebautes Haufendorf am Westrand des Markgräfler Hügellandes. Neubaugebiet westlich der В 3.
Historische Namensformen:
  • Hugenshein 1101
Geschichte: 1101 Hugenshein, von Personenname. Reihengräber 0,7 km östlich von Hügelheim (unsicher). Drei Herren de Hugelheim erscheinen 1112/22 als zähringische Ministeriale, weitere Namen noch bis 1295. Der Dinghof mit dem Patronat der Kirche war im Besitz der Herren von Üsenberg, die beides 1248 an Kloster Tennenbach verkauften. Bereits 1113 hatte Walcho von Waldeck seinen Meierhof zu Hügelheim an Kloster St. Blasien geschenkt. In der Auseinandersetzung um den Besitz der Kirche blieb St. Blasien erfolgreich. Die Ortsherrschaft kam nach dem Ausgang der Usenberger an die Grafen von Freiburg, von diesen als ein Bestandteil ihrer Herrschaft Badenweiler 1444 an die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg, 1503 an Baden. Von einem Wasserschloß (vielleicht die 1352 genannte Mattenburg) mit Gutsbetrieb am Eingang des »oberen Tals« nur spärliche Nachrichten. Es war in Niederadelsbesitz, 1590/91 schlecht instand, wird dann nicht mehr genannt und hat keine Spur hinterlassen. Zum Bezirksamt bzw. Landkreis Müllheim gehörte Hügelheim bis 1973.

Ersterwähnung: 1230
Kirchengeschichte: Der Pfarrer von Hügelheim genannt seit 1230. Die Kirche, dem Anspruch nach bereits 1157 in sanktblasianischem Besitz, war mit dem Kloster Tennenbach strittig; ein Schiedsgericht von 1246 sprach sie St. Blasien zu. 1325 päpstliche Bewilligung der Inkorporation. Auch nach Durchführung der Reformation (1556) blieb die Kollatur bei St. Blasien. Der frühere Kirchenheilige bisher nicht festgestellt. Zur evangelischen Pfarrei gehörte Zienken (Verwaltungsraum Neuenburg am Rhein). Von dem Kirchenbau des 12. Jahrhundert steht noch der Chorturm mit figürlichem Außenschmuck (Rundbogen- und Tierfries) und Anbau von 1492. Im Innern Wandmalereien (13.-15. Jahrhundert) und Steinplattengräber des 12. Jahrhundert aufgedeckt. 1746 Choranbau rechtwinklig zur Längsachse der Kirche durch J. H. Arnold. Die Katholischen zu Müllheim.

GND-ID:
  • 4638734-1
Suche